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SPD will Schuletat mit den nötigen Deputaten stärken

Bildungsexperte Dr. Stefan Fulst-Blei: „Der geplante Abbau von 1074 Lehrerstellen ist völlig verantwortungslos. Mehr Qualität an unseren Schulen erzielen wir nur mit ausreichend Lehrkräften“

 

Grundschulen mit mehr Deputaten für Förderstunden ausstatten

 

Die SPD verlangt von Grün-Schwarz in den Haushaltsberatungen eine Kehrtwende bei ihren Streichungsplänen für die Lehrerstellen. Bildungsexperte Dr. Stefan Fulst-Blei kündigte an, die SPD werde den Erhalt von 1.074 Lehrerstellen, die dem grün-schwarzen Sparkurs zum Opfer fallen sollen, und 180 neue Deputate für mehr Förderunterricht an den Grundschulen beantragen. „Der geplante Abbau von 1.074 Lehrerstellen ist völlig verantwortungslos. Mehr Qualität an unseren Schulen erzielen wir nur mit ausreichend Lehrkräften“, sagte Fulst-Blei.

 

Er verwies auf Schulvergleichsstudien, die vor allem Defizite bei der Lesekompetenz und Rechtschreibung der Schüler festgestellt hätten. „Deshalb müssen wir jetzt die Grundschulen stärken und genau dort mit mehr Förderunterricht den Hebel ansetzen“, so Fulst-Blei. Durch den Aufbau von mehr Stellen bekämen die Grundschulen endlich Verstärkung bei der Sprach- und Leseförderung oder in Mathematik – und das nicht blind nach dem Gießkannenprinzip, sondern bedarfsgerecht, damit die Hilfe auch ankomme.

 

„Es passt nicht zusammen, wenn Kultusministerin Eisenmann einerseits die Bildungsqualität in den Vordergrund rücken will, andererseits im selben Atemzug zu einem Kahlschlag bei den Lehrerstellen ansetzt“, kritisierte Fulst-Blei. Wer bei der Lehrerversorgung so auf Kante nähe, dürfe sich nicht ernsthaft wundern, wenn fachfremder Unterricht zur Normalität werde. „So prall gefüllt wie aktuell die Taschen der Landesregierung sind, wird in null Komma nix auch das Konto der ausgefallenen Unterrichtsstunden im neuen Schuljahr sein. In beiden Fällen ist das Bunkern kurzsichtig und schadet den Schülerinnen und Schülern“, so Fulst-Blei.

 

In Mitleidenschaft gezogen würden angesichts der Streichungen auch zukunftsorientierte Projekte wie der Informatikunterricht und die Inklusion, die in der letzten Legislatur auf den Weg gebracht wurden. „Man kann den Schulen nicht neue Aufgaben geben, diese aber nicht mit entsprechenden Deputaten unterlegen“, meinte Fulst-Blei.

 

Er habe kein Verständnis dafür, dass die Grünen angesichts der anstehenden Zäsur für das Bildungssystem dem Treiben von Eisenmann nur tatenlos zusehen. Wenn es darum gehe, die Unterrichtsqualität zu verbessern, alle mit in die digitale Zukunft zu nehmen und auch behinderten Kindern und Jugendlichen gesellschaftliche Teilhabe und eine gute Ausbildung zu ermöglichen, „darf es einfach keine halben Sachen geben“.

Redaktion

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