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SPD warnt vor Protektionismus von US-Präsident Trump

 

Boris Weirauch: „Unsere exportabhängige Wirtschaft ist durch den neuen Kurs der USA zwar auch Risiken ausgesetzt, kann aber mit der Expansion in große asiatische Märkte erfolgreich kontern“

 

 

Baden-Württemberg sollte sich nach den Worten von SPD-Wirtschaftssprecher Dr. Boris Weirauch auf die bedenklichen protektionistischen Anwandlungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump einstellen. „Unsere exportabhängige Wirtschaft ist durch den neuen Kurs der USA zwar auch Risiken ausgesetzt, kann aber mit der Expansion in große asiatische Märkte erfolgreich kontern“, sagte Weirauch.

 

Es reiche aber nicht aus, wenn die grün-schwarze Landesregierung die wirtschaftlichen Risiken lediglich benenne und ansonsten auf das Prinzip Hoffnung setze, dass es schon nicht so schlimm kommen werde. Viele Themen seien zwar auf Ebene des Bundes und der EU angesiedelt, aber auch die Landesregierung müsse „die Ärmel hochkrempeln und sich ins Zeug legen“, so Weirauch. „Grün-Schwarz muss von der Ankündigungs-PR endlich in den Arbeitsmodus wechseln!“ Dies gelte für die Initiative Wirtschaft 4.0 wie für die Erarbeitung eines Konzepts für den Gründerstandort Baden-Württemberg.

 

Weirauch sprach sich dafür aus, nach dem Brexit gezielt um Unternehmen aus Großbritannien zu werben, um ihnen wegen der Vorteile des europäischen Binnenmarktes eine Ansiedlung in Baden-Württemberg schmackhaft zu machen. Aber auch die wirtschaftlichen Beziehungen zu Ländern insbesondere im asiatischen Raum müssten schnell ausgebaut werden. „Fachkräfte, denen in den USA der Stuhl vor die Tür gesetzt wird, müssen wissen, dass sie in Baden-Württemberg hochwillkommen sind“, sagte Weirauch. Es sei auch ein fatales Signal, wenn die Landesregierung gerade in der heutigen Zeit Studiengebühren für ausländische Studierende erheben wolle.

 
Redaktion

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