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Ganztagsschulgipfel: Vorrang für Sicherung der Qualität

Stefan Fulst-Blei: „Es besteht nun Konsens, dass dort, wo Ganztagsschule drauf steht, auch Ganztagsschule drin sein muss. Sie muss klar zu reinen Betreuungsangeboten abgegrenzt werden“

 

SPD-Bildungssprecher Dr. Stefan Fulst-Blei trägt den heute auf dem Ganztagsgipfel von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) umrissenen Kurs zur künftigen Gestaltung der Ganztagsschulen im Land prinzipiell mit, vermisst aber konkrete Zeitpläne zum Ausbau und zur Qualitätssicherung sowie klare Ansagen zur Bereitstellung von Ressourcen.

 

„Es besteht nun Konsens, dass dort, wo Ganztagsschule drauf steht, auch Ganztagsschule drin sein muss. Sie muss klar zu reinen Betreuungsangeboten abgegrenzt werden“, sagte Fulst-Blei. Der Aufweichung von Qualitätsstandards erteilte er eine klare Absage. Dies gelte vor allem für die pädagogisch wichtige Rhythmisierung des Tagesablaufs in der gebundenen Form der Ganztagsschule.

 

Fulst-Blei sprach sich dafür aus, dass bis 2023 insgesamt die Zielmarke von 70 Prozent Ganztagsschulen an den Grundschulen erreicht sein sollte. Er verlangte ferner, nach der Verankerung der Ganztagsschule im Primarbereich nun rasch auch die Sekundarstufe in das Schulgesetz aufzunehmen.

 

Zur Sicherung und Steigerung der Qualität gehöre auch eine Entlastung der Schulleitungen und eine Professionalisierung der Ganztagskoordination. Wünschenswert seien die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Verwaltungsaufgaben, etwa zur Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, und eine zusätzliche Konrektorenstelle ab einer Schülerzahl von 150 statt wie bisher 180. „Die Entlastungsstunden für die Schulleitungen zur Koordination des Ganztagsangebots müssen von derzeit maximal 1-2 Stunden verdoppelt werden“, forderte Fulst-Blei.

Redaktion

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