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Landesregierung ignoriert Probleme der Schulbegleitung

Gerhard Kleinböck, MdL: „Unter den Tisch kehren, hat noch keinen Missstand behoben“

 

Der SPD-Schulexperte Gerhard Kleinböck verlangt von der grün-schwarzen Landesregierung eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Problemen beim Einsatz von Schulbegleitungen. „Zu häufig werden die Schulbegleitungen aufgrund personeller Engpässe für pädagogische Aufgaben eingesetzt, für die sie weder ausgebildet noch verantwortlich sind“, so Kleinböck. In der Antwort auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion (Drucksache 16/2279) zu diesem Thema leugnet Ministerin Eisenmann diese Tatsache und weist jegliche Verantwortung von sich.

 

„Unter den Tisch kehren, hat noch keinen Missstand behoben“, warnt der SPD-Schulexperte. „Statt die betroffenen Schulbegleitungen mit den Herausforderungen der Inklusion alleine zu lassen, muss Ministerin Eisenmann aktiv mit nach Lösungen suchen.“ In der morgigen Sitzung des Bildungsausschusses will er die grün-schwarze Landesregierung auffordern, die Scheuklappen endlich abzulegen und das Problem anzugehen.

 

Bisher begnüge sich das Kultusministerium damit, mit dem Finger auf die Kommunen und andere Ressorts zu zeigen. Für Kleinböck ist das ein Offenbarungseid: „Es scheint noch nicht bei Ministerin Eisenmann angekommen zu sein, dass Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist“. Für deren Gelingen in der Schule müssten alle beteiligten Akteure an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten. „Für die förderbedürftigen Schülerinnen und Schüler ist es völlig egal, wer zuständig ist – es muss rund laufen, und das tut es momentan noch nicht“, konstatiert der SPD-Bildungsexperte.

 

Verbände hätten bereits gute Diskussionsgrundlagen geschaffen. So gäbe es vielversprechende Ideen, wie das Aufgabenprofil von Schulbegleitungen geschärft, deren Qualifizierung angepasst und die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften verbessert werden könnte.

Redaktion

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