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Huml besorgt über Asthma bei Kindern / Gesundheitsministerin will Eltern in Bayern befragen / Welt-Asthma-Tag am 6. Mai

(LPP) Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will ein frühzeitigeres Erkennen von Asthma bei Kindern erreichen. Huml betonte anlässlich des Welt-Asthma-Tags (6. Mai) am Montag in München: "Gerade bei Kleinkindern wird Asthma oft übersehen und zu spät behandelt. Deshalb werden wir im Herbst die Eltern in Bayern im Rahmen einer Gesundheitsstudie zum Thema Asthma und Allergien befragen."

Asthma bronchiale zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. In Bayern leiden derzeit Schätzungen zufolge 100.000 Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren an Asthma bronchiale. Die Anzahl der Kleinkinder mit Asthma ist in den vergangenen Jahren nach Angaben des Robert Koch-Instituts deutschlandweit angestiegen.

Huml unterstrich: "Bei kleinen Kindern dauert die Diagnose oft länger als bei Erwachsenen, weil spezielle Untersuchungen wie etwa Lungenfunktionstests noch nicht angewandt werden können. Es ist jedoch wichtig, Asthma möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Mit der richtigen Therapie können Betroffene ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen. Sie sind auch körperlich sehr belastbar und können Sport treiben."

Um neue Therapie- und Präventionsmöglichkeiten zu finden, hat die Bayerische Staatsregierung in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in Asthma- und Allergie-Forschungsprojekte investiert. So wurde die so genannte Bauernkindstudie über mehrere Jahre finanziell gefördert. Sie hat gezeigt, dass Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren, Getreide oder Heu hatten, im späteren Leben seltener allergische Atemwegs- und Hauterkrankungen bekamen. Zudem werden im Auftrag des Gesundheitsministeriums die Bedeutung von Sauberkeit und Hygiene im Haushalt für die Entwicklung von Asthma und Allergien bei Kindern untersucht. Als erstes Bundesland hat Bayern zudem eine Studie zum "Stillverhalten" realisiert. Sie hat unter anderem belegt, dass Stillen Allergien vorbeugen kann.

Asthma ist eine Volkskrankheit und nicht heilbar. Deutschlandweit sind rund acht Millionen Menschen erkrankt. Asthma ist eine chronische Erkrankung der Lunge, die durch eine Entzündung und Überempfindlichkeit der Atemwege verursacht wird. Allergene wie Pollen und Tierhaare, aber auch Kälte oder Anstrengung können Asthma auslösen. Dann treten anfallsartig Atemnot und Hustenreiz auf.

Quelle: Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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