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Bessere Betreuung für sterbende Menschen - Ausbau von Hospizen und Palliativversorgung

Bessere Betreuung für sterbende Menschen

Ausbau von Hospizen und Palliativversorgung - Mehr Einrichtungen vor allem auf dem Land notwendig - Fachgespräch im Landtag mit Bundespolitikerin Kerstin Griese

Die SPD-Landtagsfraktion spricht sich für eine bessere Versorgung für sterbender Menschen aus. Bei dem Fachgespräch „In Würde leben – in Würde sterben“ im Bayerischen Landtag warnte die Kirchen- und GesundheitspolitikerinKathi Petersen davor, die Nöte todkranker Menschen als Privatsache zu sehen. „Wenn ältere Menschen vorwiegend als Kostenfaktor betrachtet werden – siehe die Diskussion über Renten und über das Gesundheitswesen – ist es nicht weit bis zum ´sozialverträglichen Frühableben´. Sollen ältere und kranke Menschen sich dafür rechtfertigen müssen, dass sie noch leben wollen? Was sind uns ältere Menschen wert? Diese Fragen müssen politisch und gesellschaftlich beantwortet werden“, erklärte Petersen, die für die SPD-Landtagsfraktion ein Grundlagenpapier verfasst hat.

Die SPD-Kirchenpolitikerin Diana Stachowitz forderte, den bedarfsgerechten Ausbau von Hospizen, ambulanten Hospizdiensten und Palliativstationen voranzubringen – besonders auch auf dem Land. „Die Erfahrung der Palliativmediziner zeigt ganz deutlich, dass Sterbende nicht den Wunsch haben, den Tod zu beschleunigen, wenn sie menschlich und medizinisch gut begleitet werden und weitgehend schmerzfrei sind. Das kann die Palliativmedizin in 95 Prozent der Fälle leisten. Deshalb müssen wir uns darauf konzentrieren, diese Möglichkeit allen Menschen zur Verfügung zu stellen. Auch, wenn das den Staat mehr kostet als die Legalisierung von ´Sterbecocktails´. Das zeichnet uns als soziale Gesellschaft aus!“

Auch die Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag, Kerstin Griese, erteilte vor 160 Teilnehmenden im Senatssaal der aktiven Sterbehilfe eine klare Absage: "Wir wollen eine sorgende und solidarische Gesellschaft sein. Deshalb ist in erster Linie der Ausbau der Palliativmedizin und der Hopspizarbeit nötig. Die ärztlichen Möglichkeiten, die es schon heute am Ende des Lebens gibt, wollen wir erhalten. Aber Sterbehilfevereine, die als einzigen Ausweg den assistierten Suizid anbieten und das geschäftsmäßig betreiben, lehne ich ab." Bis Ende Juni wollen die Spitzen von SPD und Union einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung vorlegen und dafür voraussichtlich 200 Millionen Euro bereitstellen.

Redaktion

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