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Finanzierung der Frauenhäuser in Bayern deutlich verbessern

Finanzierung der Frauenhäuser in Bayern deutlich verbessern

SPD-Landtagsfraktionsvorstand sieht Freistaat in der Pflicht - Besuch im Frauenhaus Selb in Oberfranken

Die BayernSPD-Landtagsfraktion macht sich für eine deutlich bessere Finanzierung von Frauenhäusern im Freistaat stark. Bei einem Besuch im Frauenhaus Selb in Oberfranken machte SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher deutlich: "Statt 100 Millionen Euro pro Jahr für das Betreuungsgeld auszugeben, sollten wir lieber die Infrastruktur für die Familien verbessern. Und dazu gehören selbstverständlich neben Kinderkrippen auch die Frauenhäuser, die einen unverzichtbaren Schutz vor Gewalt für Frauen und ihre Kinder bieten."

Der Besuch im Frauenhaus war der Teil der zweitägigen Reise des SPD-Fraktionsvorstandes durch Oberfranken. Im Zuge der Klausur beschloss der Fraktionsvorstand eine "Kulmbacher Resolution" (PDF, 703 kB) zur Frauenpolitik. Dieser Themenbereich wird ein Schwerpunkt der parlamentarischen Arbeit der SPD in der zweiten Jahreshälfte.

Die frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Simone Strohmayr rechnete vor, dass die Frauenhäuser in Bayern im Schnitt lediglich 25.000 Euro pro Jahr vom Staat erhalten: "Das reicht hinten und vorne nicht, um diese überlebensnotwendigen Einrichtungen zu finanzieren. Diese Summe stagniert seit über zehn Jahren. Dabei nimmt die registrierte Gewalt gegen Frauen stetig zu. Wir bräuchten deshalb dringend mehr Plätze und mehr Geld." Strohmayr kündigte an, diese Forderung in die Haushaltsverhandlungen einzubringen.

Die örtliche Abgeordnete und Landtagsvizepräsidentin Inge Aures unterstützt das Frauenhaus in Selb seit Jahren. Sie dankte den Mitarbeiterinnen und den ehrenamtlichen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz: "Ohne sie und ohne die Gemeinde Selb stünden die notleidenden Frauen und ihre Kinder auf der Straße. Ich fordere den Freistaat auf, die Kommunen bei dieser Aufgabe stärker zu unterstützen."

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Helga Schmitt-Bussinger wies auch noch auf die besondere Gewalt an Flüchtlingsfrauen hin. Viele von ihnen würden auf der Flucht, aber auch in Sammelunterkünften Opfer von zum Teil sexualisierter Gewalt. "Wir brauchen deshalb dringend separate Unterkünfte für Männer und Frauen sowie eine ausreichende psychologische Betreuung und Beratung der Betroffenen."

Redaktion

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