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SPD legt Gesetzentwurf zur Stärkung Ehrenamtlicher vor

SPD legt Gesetzentwurf zur Stärkung Ehrenamtlicher vor

Sprecherin für bürgerschaftliches Engagement Waldmann: Wollen Leistung anerkennen und Möglichkeiten der Mitsprache eröffnen

Die SPD-Landtagsfraktion will mit einem Gesetzentwurf ehrenamtliches Engagement in Bayern unterstützen und fördern. Dafür sollen die schon bestehenden Koordinierungszentren für bürgerschaftliches Engagement auf eine rechtlich und finanziell sichere Basis gestellt werden und in Zusammenarbeit mit Verbänden neue gegründet werden. Ein Landesbeirat für bürgerschaftliches Engagement könnte den Ehrenamts-Anliegen mehr politisches Gewicht verleihen. Weiter ist im Gesetzentwurf eine „Stiftung bürgerschaftliches Engagement in Bayern“ vorgesehen, mit der innovative Projekte mit Preisgeldern gefördert werden.

„Ohne das freiwillige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern im Sport, der Kultur, im kirchlichen und sozialen Bereich würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Wir wollen mit unserer Gesetzesinitiative diese Leistung anerkennen und fördern“, erklärt die Sprecherin für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Waldmann. „Uns ist es auch wichtig, den vielen Ehrenamtlichen Möglichkeiten der Mitsprache zu eröffnen“, fügt die Münchner Abgeordnete hinzu. Politik verlasse sich häufig auf die Ehrenamtlichen, wie man aktuell in der Flüchtlingshilfe sehen könne. Umgekehrt müssten aber auch die Freiwilligen in der Politik mitreden können.

2013 haben die bayerischen Bürgerinnen und Bürger durch einen Volksentscheid die „Förderung des ehrenamtlichen Einsatzes“ für das Gemeinwohl als Staatsziel in die Bayerische Verfassung aufgenommen. Mit dem nun vorliegenden Gesetzentwurf will die SPD-Landtagsfraktion dieses Verfassungsziel mit Leben füllen, schließlich gibt es etwa 3,8 Millionen Ehrenamtliche im Freistaat, die pro Jahr 710 Millionen unbezahlte Arbeitsstunden im Wert von 6,1 Milliarden Euro leisten. „Die bayerische Politik ist dabei gut beraten, das Wissen und den Erfahrungsschatz der freiwilligen Aktiven in ihre Beratungen einzubeziehen“, stellt die Sozialpolitikerin Ruth Waldmann fest. Die Münchner Sozialpolitikerin will auch der Ausbeutung Freiwilliger einen Riegel vorschieben.

Laut der jüngsten Erhebung des Freiwilligen-Surveys von 2009 entfällt der größte Anteil des ehrenamtlichen Engagements auf den Sport. Zehn Prozent der Deutschen sind dort tätig. Danach folgen Schule, Kindergarten sowie Kirche und Religion mit jeweils 6,9 Prozent der Bevölkerung. Bei Feuerwehr und Rettungsdiensten machen 3,1 Prozent der Bundesbürger mit, hauptsächlich junge Menschen. Für Umwelt und Tierschutz engagieren sich 2,8 Prozent und für Politik und Interessenvertretung 2,7 Prozent der Deutschen.

Redaktion

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