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Mindestens 150000 Schüler in Bayern ohne Ferienbetreuung

Freistaat muss ausreichend Betreuungsangebote bereitstellen und die Kommunen und Familien finanziell entlasten

Die am Freitag (29. Juli) in Bayern beginnenden Sommerferien stellen viele Eltern, deren Kinder eine Ganztagsklasse oder eine Mittagsbetreuung besuchen, vor große Probleme. Für mehr als 150.000 Schülerinnen und Schüler gibt es nämlich keine adäquate Betreuung, wie eine aktuelle SPD-Anfrage zeigt. „Betroffen sind vor allem Familien, in denen beide Eltern berufstätig sind", erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Simone Strohmayr. "Auf knapp 70 Ferientage bayerischer Schülerinnen und Schüler kommen 26 bis 30 Urlaubstage eines normalen Arbeitnehmers. Mit diesem Problem lässt der Freistaat die Eltern bisher allein“, kritisiert Strohmayr, die auch Mitglied im Bildungsausschuss ist.

In Bayern fehlen flächendeckende Angebote der Ferienbetreuung, die vom Freistaat gefördert werden. „Es ist allein dem Engagement der Kommunen zu verdanken, wenn Ferienprogramme überhaupt stattfinden“, unterstreicht die SPD-Politikerin. "Vielerorts springen Städte und Gemeinden ein und organisieren Ferienbetreuungsangebote. Ein Teil der Kosten muss dabei von den Eltern getragen werden. Bei zwei oder mehr Kindern kann das richtig teuer werden".

In einem aktuellen Gesetzesentwurf fordert die SPD-Landtagsfraktion daher die Staatsregierung auf, zusätzlich zum Ganztag auch Ferien- und Randzeitenbetreuung gesetzlich zu verankern. „Die Landespolitik darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Wenn wir ein flächendeckendes, passgenaues und kostengünstiges Angebot haben wollen, geht das nur über klare Regelungen und einen Rechtsanspruch", unterstreicht Strohmayr. Die Regelung, dass Schulkinder in Ferienzeiten auch im Hort betreut werden könnten, reiche nicht aus, mahnt die Abgeordnete. "Die vorhandenen Plätze werden von den Hortkindern benötigt. Horte sind zudem nicht überall vorhanden“.

Redaktion

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