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SPD-Fraktion will mehr Unterstützung für einkommensschwache Familien

SPD-Fraktionschef Rinderspacher kritisiert rückläufige Erholungsförderung - Ferien auf dem Bauernhof komplett gestrichen

Der bayerische SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher kritisiert die rückläufige Urlaubsförderung des Freistaats für einkommensschwache Familien: "Die Staatsregierung hat sich in den letzten Jahren aus der Familienförderung zurückgezogen und spart hier an der falschen Stelle. Erholung ist auch für Familien mit schmalerem Geldbeutel wichtig, für gestresste Schulkinder, aber auch für den Zusammenhalt und das seelische Gleichgewicht aller Familienmitglieder."

Anstatt die Förderung auszubauen, ist sie in den letzten zehn Jahren um neun Prozent gesunken. Die Zahl bezieht sich auf Erholungszuschüsse in Familienferienstätten, die gemeinnützig arbeiten und Kurse zur Weiterbildung anbieten. 2010 erhielten noch 801 Familien den Erholungszuschuss, 2015 hingegen wurden nur noch 589 Familien unterstützt. Kamen im Jahr 2010 noch 2.217 Kinder in den Genuss der Förderung, waren es 2015 nur noch 1.664. Bedürftige Familien erhalten für solche Urlaube einen Tageszuschuss von 15 Euro für Kinder und Erwachsene und 20 Euro für Kinder mit Behinderung, die Einkommensgrenzen liegen bei 19.000 Euro (allein erziehende Eltern) und 20.500 Euro (beide Eltern).

Für Urlaube auf dem Bauernhof hat der Freistaat seit 2009 vollends die Zuschüsse gestrichen. Bis dahin hatte der Freistaat jedes Jahr 215.000 Euro an Förderung hierfür zur Verfügung gestellt. Rinderspacher hält das für ein falsches Signal: „Der Bauernhof bietet unvergessliche Ferienstunden und viele Landwirte brauchen im Strukturwandel den Tourismus als zusätzliches Standbein.“

Eine Studie der Ber­telsmann Stiftung hat im letzten Jahr gezeigt, dass 76 Prozent aller Kinder aus Hartz­ IV­-Familien Urlaub nur aus der Werbung kennen.

Redaktion

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