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Besonders viele Selbstmorde in Bayern: SPD mahnt Prävention an

Gesundheitsausschussvorsitzende Sonnenholzner setzt auf Behandlung statt auf Polizei - Beratungsangebote für Risikogruppen ausweiten

Anlässlich des Welttages zur Prävention von Suiziden am Samstag (10. September) mahnt die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Landtags,Kathrin Sonnenholzner, eine bessere Unterstützung von gefährdeten Personen an: „Bayern liegt bei der Zahl der Selbstmorde deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Jedes Jahr bringen sich mehr als 1700 Menschen im Freistaat um. Ihr Leid und das ihrer Angehörigen und Freunde muss stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangen.“

Dabei gehe es zum einen um konkrete Hilfsangebote in akuten Fällen und zugleich um eine Verbesserung des gesellschaftlichen Klimas, betont die SPD-Landtagsabgeordnete und Ärztin: „Statt der Polizei, die dafür auch gar nicht ausreichend ausgebildet ist, müssen sich Spezialistenteams aus Psychiatern und Sozialarbeitern um selbstmordgefährdete Personen kümmern. Leider ist die Übernahme dieser Kosten durch die Krankenkassen noch ungeklärt.“

Besondere Aufmerksamkeit müsse den Risikogruppen gewidmet werden: „Niedrigschwellige Beratungsangebote zum Beispiel für junge Homosexuelle und Migranten, die sich besonders häufig selbst töten, wären hier der richtige Ansatz. Auch den Schulen kommt dabei eine wichtige Aufgabe zu. Die Hilferufe dürfen nicht mehr überhört werden!“

Als wichtigen Erfolg bezeichnet es Sonnenholzner, dass die Staatsregierung inzwischen auf Druck der SPD ein Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz vorbereitet. Nur in Hessen und Bayern gibt es dies noch nicht. Die Abgeordnete macht sich zudem für Aufklärungs- und Informationskampagnen für die breite Öffentlichkeit stark.

Redaktion

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