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Landwirtschaftsbericht: SPD warnt vor Strukturbruch in der Landwirtschaft

Bau von Megaställen erschweren - Personalsituation in Ämtern für landwirtschaftliche Entwicklung entschärfen - Artenvielfalt erhalten

Nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion gefährden die anhaltenden Preiskrisen massiv die bäuerliche mittelständische Landwirtschaft. Bei der heutigen (19.10.2016) Vorstellung des Landwirtschaftsberichts durch Minister Brunner stellte sich beispielsweise heraus, dass die Zahl der Milchviehhalter in den letzten beiden Jahren (2014/2015) um acht Prozent abgenommen hat. Im gleichen Zeitraum gaben fast 15% der Ferkelproduzenten auf. "Angesichts der Krise auf den Milch- und Fleischmärkten wird sich die Abnahme der tierhaltenden Betreibe weiter fortsetzen", befürchtet der SPD-AgrarexperteHorst Arnold.

Arnold kritisiert, dass die Hilfen zur Reduzierung der Milchmenge zu spät initiiert wurden und deshalb für viele bäuerliche Familienbetriebe zu spät kamen. Ferner fordert Arnold, dass mittelständische bäuerliche Betriebe gegenüber industrieller Tierhaltung besser gestellt werden müssen. "Der Vorschlag von Bundesministerin Hendricks, beim Bau von Megaställen die Kommunen vor Ort über die Baugenehmigung entscheiden zu lassen, ist ein wichtiger Schritt zum Erhalt der mittelständischen Strukturen. Im Moment betrifft das zwar nur vier Prozent der bayerischen Betriebe, der Strukturwandel kann aber dennoch sinnvoll eingedämmt werden", ist sich der SPD-Politiker sicher.

Die SPD-Abgeordnete Ruth Müller machte im Landwirtschaftsausschuss auf die angespannte Personalsituation in den Ämtern für ländliche Entwicklung aufmerksam. Hier zahlte sich die Hartnäckigkeit der Opposition aus: Brunner versicherte der SPD-Abgeordneten, dass entgegen den Planungen nun 20 Stellen mehr bei den Ämtern für ländliche Entwicklung erhalten bleiben. Müller unterstreicht: "Wer den ländlichen Raum sinnvoll gestalten und entwickeln will, muss genügend Personal bereitstellen. Viele Regionen in Bayern kämpfen mit schwindenden Bevölkerungszahlen. Diese Entwicklung gilt es mit aller Kraft aufzuhalten und im besten Fall umzukehren!"

Auch der Umweltschutz ist Bestandteil des Agrarberichts. Hier kritisiert der SPD-Umweltexperte Florian von Brunn die mangelnden Bemühungen um den Erhalt der Artenvielfalt. "Der anhaltende Verlust gefährdeter Tier- und Pflanzenarten in Bayern zeigt, dass die Staatsregierung hier ihrer Verantwortung nicht gerecht wird."

Redaktion

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