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SPD-Fraktion fordert: Stalking-Opfer besser unterstützen

Rechtsexperte Arnold verlangt präventive Angebote als Ergänzung zum neuen Rechtsschutz für Stalking-Opfer

Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag möchte den Schutz von Stalking-Opfern auch über die rein rechtliche Dimension hinaus durch zusätzliche Betreuung verbessern, stößt damit aber bei der Staatsregierung auf taube Ohren. Mit einem Änderungsantrag zum neuen Haushalt fordert die SPD den Ausbau und die Förderung von Angeboten im Bereich der Prävention, des Schutzes und der Beratung für Stalking-Opfer und will die Förderung der Aus- und Weiterbildung von Ehrenamtlichen vorantreiben.

SPD-Rechtsexperte Horst Arnold macht deutlich: „Die psychische Belastung für die Stalking-Opfer wird durch eine Verurteilung des Täters nicht von heute auf morgen aus der Welt geschaffen Deshalb fordern wir die Staatsregierung auf, den Bedarf der Menschen nach Betreuung und Unterstützung tatsächlich ganzheitlich ernst zu nehmen und mehr Angebote zu schaffen.“ Insgesamt sollen 200.000 Euro investiert werden. Arnold betont: „Damit kann den Betroffenen gezielt wichtige Unterstützung angeboten werden, die weit über die juristische Vertretung ihrer Rechte hinausgeht.“

Arnold kritisiert, dass die schwerwiegenden Spätfolgen bei Stalking-Opfern nicht ernst genug genommen werden. „Auch wer sich nicht dem Druck des Stalkers beugt, sondern seinen Lebensstil beibehält, steht konstant unter großem psychischen Druck.“ Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Täter gerichtliche Gewaltschutzanordnungen nicht befolgt. „Die Menschen brauchen also auch und besonders dann noch Unterstützung, wenn der Täter bereits verurteilt ist“, fordert Arnold.

Redaktion

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