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Wölfe in Bayern: Schutzstatus muss erhalten bleiben

SPD-Umweltexperte von Brunn ist strikt gegen Abschussideen des Landwirtschaftsministers: "Kaum gibt es Wolfswelpen, will der Minister sie abknallen lassen!"

Der Umweltexperte der BayernSPD-Landtagsfraktion Florian von Brunn ist empört über die Idee von Landwirtschaftsminister Brunner, den Schutzstatus der Wölfe zu senken: "Kaum gibt es in Bayern Wolfswelpen, fällt der CSU nichts anderes ein, als sie abknallen zu wollen", betont der SPD-Umweltsprecher. "Brunners 'wolfsfreie Zonen' sind bei einem Tier, dass so weit wandert und neue Reviere sucht, totaler Quatsch - eine Umsetzung dieses Vorschlages würde auf massive Abschüsse hinauslaufen!"

Von Brunn erinnert daran, dass das europäische Naturschutzrecht für Wölfe einen günstigen Erhaltungszustand verlangt, der noch lange nicht erreicht ist. "Statt den Wolfswelpen reflexartig an den Kragen zu wollen, fordern wir als SPD-Fraktion mehr Investitionen in die Prävention, um Nutztiere zu schützen. Dabei haben sich Herdenschutzhunde besonders bewährt. Vor allem ihre Unterhaltskosten müssen gefördert werden und finanziert werden. Ausserdem muss die Entschädigung unbürokratisch funktionieren!"

Eine Verteufelung des Wolfes sei jetzt weder zielführend noch sachlich richtig: "Wie Experten bestätigen, besteht die Beute des Wolfs zu 90 Prozent aus Schalenwild, also vor allem Rehen. Damit trägt der Wolf zu einem gesunden natürlichen Gleichgewicht bei." Die Anzahl der gerissenen Schafe liege dagegen bei unter einem Prozent. "In anderen Ländern, in denenes schon lange Wölfe auch in den Bergen gibt, sterben viel mehr Schafe an Krankheiten und Unfällen, gerade auch im Almbereich, als durch Wolfsrisse!" Darüber hinaus habe es seit 50 Jahren in Europa keinen Wolfsangriff auf Menschen gegeben. "Die Tötung von sogenannten Problemwölfen, die sich Menschen häufig nähern oder immer wieder Nutztiere reissen, ist im Einzelfall bereits jetzt per Sondergenehmigung möglich."

Redaktion

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