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Deutlich mehr Fahrradunfälle in Bayern

Die Zahl der Fahrradunfälle in Bayern ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Das geht aus einer aktuellen parlamentarischen Anfrage von SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher hervor. Demnach ist seit 2013 die Zahl der Fahrradunfälle um 15 Prozent gestiegen - von 13.935 Unfällen in 2012 auf 16.057 Unfälle in 2016. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. „In Bayern gibt es alle 33 Minuten einen Unfall, an dem ein Fahrrad beteiligt ist“, teilt Rinderspacher mit. Dabei gab es letztes Jahr 68 Getötete und 14.687 Verletzte in Folge von Unfällen mit Fahrrädern. 

Besonders stark angestiegen sind die Unfälle, an denen sogenannte Pedelecs und Elektroräder beteiligt waren. Diese sind von 208 im Jahr 2012 und 758 im Jahr 2016 um 264 Prozent innerhalb von vier Jahren gestiegen. Die Unfallentwicklung bei elektrisch betriebenen Fahrrädern führen Experten darauf zurück, dass immer mehr Elektroräder auf dem Markt sind. Am Anfang seien viele E-Radler noch ungeübt im Umgang mit der elektronischen Nutzung und den höheren Geschwindigkeiten.

Rinderspacher empfiehlt zur Unfallprävention "verstärkte Maßnahmen zur Verkehrserziehung. Gerade Kinder und Jugendliche müssen eine ordentliche Fahrradausbildung und Verkehrssicherheitserziehung erhalten." Etwa zwei Drittel aller Unfälle werden durch Fahrradfahrer selbst verursacht. Tendenz steigend. Auf Seiten der Radfahrer kommt es vorrangig zu Fehlern bei der Straßenbenutzung, also z. B. Fahren auf dem Gehweg und Radfahren entgegen der Fahrtrichtung. Hauptunfallursachen sind ansonsten Vorfahrtsmissachtungen und Fehler beim Abbiegen und Wenden. 

Laut Rinderspacher müssten künftig „Fahrradstraßen und das Radfahren auf der Fahrbahn eine größere Rolle spielen, weil man dort besser sieht und gesehen wird." Und: "Ein Fahrradhelm kann im entscheidenden Augenblick Leben retten."

Redaktion

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