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Bericht im Ausschuss: Staatsregierung lässt Bayerns Kreative im Stich

Kulturpolitische Sprecherin Zacharias: Zentrum für Kreativwirtschaft in Nürnberg hält nicht, was Ministerin Aigner versprochen hat - Arbeit in den Regionen muss verstärkt werden

Die kulturpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Isabell Zacharias zeigt sich nach dem Bericht der Staatsregierung tief enttäuscht über deren Ambitionen für die Kreativwirtschaft und fordert Nachbesserungen. "2015 wurde das staatliche Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft in Nürnberg gegründet - doch das Engagement vor Ort entspricht nicht im Mindesten dem Stellenwert, den die Kreativwirtschaft in Bayern tatsächlich hat", fasst Zacharias zusammen. "Das Zentrum braucht eigene Fördermittel, um den Kulturschaffenden konkrete Hilfe leisten zu können. Außerdem muss die Arbeit in den Regionen verstärkt werden. In den ländlichen Gebieten sind die Voraussetzungen für kreative Tätigkeiten noch weit schwieriger. Gerade hier brauchen Künstlerinnen und Künstler Unterstützung!"

Zacharias erinnert daran, dass die Branche acht Pozent der bayerischen Wirtschaftsleistung beiträgt, mehr etwa die chemische Industrie oder die Energieversorgung. "Dennoch werden die Kulturschaffenden von der Staatsregierung mehr als stiefmütterlich behandelt und bei Vernetzung, Beratungs- und Fortbildungsangeboten im Stich gelassen. 104.000 der Kreativen in Bayern sind geringfügig oder im Nebenerwerb beschäftigt, viele arbeiten am Rande des Existenzmininums."

Ministerin Ilse Aigner habe noch vor drei Jahren vollmundig angekündigt, mit dem Zentrum der Branche "zu Erfolg zu verhelfen" und die Leistungsfähigkeit zu stärken, doch davon sei nichts umgesetzt, kritisiert die Münchner Abgeordnete: "Es braucht endlich Unterstützungsangebote. Kreativität ist eine der wichtigsten Ressourcen der Zukunft!"

Redaktion

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