LandesPressePortal - Aktuelle Politik Nachrichten

Verhalten der Staatsregierung grenzt an Arbeitsverweigerung

SPD-Bildungspolitiker Strohmyr und Wild: Lehrkräfte müssen besser bezahlt werden - Hohe Abbruchquote beim Lehramtsstudium untersuchen

Die bildungspolitischen Sprecherinnen der SPD-Landtagsfraktion Dr. Simone Strohmayr und Margit Wild haben die Staatsregierung erneut aufgefordert, endlich etwas gegen den Lehrermangel in Bayern zu unternehmen. Anlass ist eine aktuelle Prognose der Kultusministerkonferenz, nach der sich der Lehrermangel in Bayern in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird (siehe hier). Die SPD-Fraktion hat diesbezüglich bereits vor einem halben Jahr einen Dringlichkeitsantrag in den Landtag eingebracht. Geschehen ist seitdem aber nichts.

Der Lehrerberuf müsse vor allem attraktiver gemacht werden, fordern die beiden Politikerinnen, insbesondere durch eine bessere Bezahlung. So müssten alle Lehrerinnen und Lehrer in allen Schularten nach Tarif A 13 bezahlt werden. "Wir müssen wieder mehr Anreize schaffen, den Lehrerberuf zu ergreifen. Das geht natürlich am besten über die Bezahlung", erklärt Strohmayr. "Wenn wieder mehr Menschen den Beruf ergreifen, könnten mittelfristig aber auch kleinere Klassen realisiert werden."

Wild, die seit elf Jahren Mitglied im Bildungsausschuss des Landtags ist, unterstreicht: "Jahr für Jahr kommen die gleichen Hiobsbotschaften über den Lehrermangel an den bayerischen Schulen. Und was macht die Staatsregierung? Wegducken, relativieren und das Problem auf die lange Bank schieben. So kann es nicht weitergehen. Das grenzt an Arbeitsverweigerung. Die Staatsregierung muss jetzt endlich aktiv werden!"

Es müsse zudem der Frage nachgegangen werden, warum so viele Studierende das Lehramtsstudium abbrechen. Hier müsse dringend eine Studie in Auftrag gegeben werden. "Die Quote der Abbrecher ist überdurchschnittlich hoch. Was die genauen Gründe hierfür sind, ist allerdings nicht hinreichend untersucht. Wir brauchen eine breit angelegte Befragung unter den Lehramtsstudenten, um hier gezielt gegensteuern zu können. Die Staatsregierung muss solch eine Studie zeitnah in Auftrag geben", fordert Strohmayr.

Redaktion

Das LandesPressePortal (LPP) ist ein unabhängiges Presseportal für Parteien, Fraktionen und Ministerien in der Bundesrepublik Deutschland.

Um Presse-Meldungen auf dem LandesPressePortal zu veröffentlichen, senden Sie diese per Email (ggf. als Word-Dokument -Bitte kein PDF- und eventuell einem Bild im JPEG-Format mit mind. 1000 x 600 Pixel) an redaktion@landespresseportal.de. Grundsätzlich ist die Veröffentlichung von Presse-Meldungen auf dem LPP kostenlos. Die Redaktion bzw. der Seiteninhaber distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen veröffentlichten Video- & Presse-Meldungen und den Ton-, Bild- & Logo-Rechten. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion bzw. der Seitenbetreiber.

 

 

Weitere Videos der Redaktion

Ähnliche Artikel

  • Verkehrsunfallstatistik: Rücksichtsloses Verhalten gehört geächtet
    Zur heute veröffentlichten Verkehrsunfallstatistik Thüringens sagt die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Dr. Gudrun Lukin:   „In diesem Jahr hat Thüringen weniger Verkehrstote als 2017 zu beklagen, aber 100 getötete Unfallopfer sind trotzdem erschreckend. Abgenommen hat auch die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt, nicht aber die mit Personenschäden. Leider gab…

Copyright © Landespresseportal.de. Alle Rechte vorbehalten.

Top Desktop version