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Uwe Kekeritz: Sklaverei beim Fischfang stoppen

Uwe Kekeritz: Sklaverei beim Fischfang stoppen

 

 

 

Zu den Arbeitsbedingungen in der südostasiatischen Fischereiindustrie erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

 

 

 

Tag für Tag arbeiten Menschen in der Fischereiindustrie unter unmenschlichen Bedingungen. Körperliche Gewalt und Zwangsarbeit sind an der Tagesordnung.  Die so produzierten Fischerzeugnisse landen auch in deutschen Supermarktregalen. Die Bundesregierung steht in der Verantwortung.

 




Uwe Kekeritz Bündnis 90/Die Grünen), MdB
Bild: Gerd Seidel
Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)

 

In der Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage zeigt sich die Bundesregierung besorgt über die Zustände auf Fischtrawlern in Südostasien. Jedoch unternimmt sie selbst nicht genug gegen die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen. Die Bundesregierung versteckt sich hinter EU-Gesetzgebung und UN-Prozessen anstatt die eigenen Einflussmöglichkeiten zu nutzen - setzt auf Freiwilligkeit anstatt auf verpflichtende Standards. Sie versucht zudem die eigene Verantwortung kleinzureden. Dabei ist Deutschland in der EU drittwichtigster Abnehmer thailändischer Fischereierzeugnisse. Die Fischerei ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Bundesregierung die verheerenden Zustände in internationalen Lieferketten nicht wirksam bekämpft.

 

 

 

Das schadet auch Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es beinahe unmöglich herauszufinden, unter welchen Bedingungen Fisch gefangen und verarbeitet wurde. Die meisten Siegel für Fischprodukte decken soziale Kriterien unzureichend oder gar nicht ab. Die Bundesregierung ist sich der Informationslücke bewusst, schließt gesetzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Lage jedoch aus.

 

 

Zwar versichert die thailändische Botschafterin im persönlichen Gespräch, dass ihre Regierung das Problem ernst nehme. Die konkrete Regierungsarbeit Bangkoks nimmt aber die Fischereiunternehmen bislang kaum in die Pflicht. Die thailändische Regierung sollte in Zusammenarbeit mit den europäischen Staaten und der Zivilgesellschaft ernsthafte Lösungsansätze erarbeiten, um wirksam gegen die Menschenrechtsverletzungen in der Fischereiindustrie vorzugehen.

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Uwe Adolf Otto Kekeritz (* 9. Oktober 1953 in Haslach/Oy-Mittelberg) ist ein deutscher Politiker (Grüne) und seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Angetreten im Wahlkreis 243 Fürth erreichte er bei der Bundestagswahl 2009 über Listenplatz 10 der Landesliste seiner Partei mit 12,1 % der Zweitstimmen ein Mandat im Deutschen Bundestag. Dort arbeitet er im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit. Außerdem ist er Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion für Gesundheit in Entwicklungsländern. Sein Amt als Schriftführer des Bundestages legte Kekeritz im Februar 2011 nieder, um sich öffentlich gegen eine Krawattenpflicht in diesem Amt zu positionieren.[1] Kekeritz ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.[2]

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