LandesPressePortal - Aktuelle Politik Nachrichten

Konflikt im Jemen droht die Region weiter zu destabilisieren

Konflikt im Jemen droht die Region weiter zu destabilisieren

Nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen nehmen Gewalt und Chaos im Jemen weiter zu. Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder: "Das Scheitern der Friedensgespräche in Genf hat die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Auseinandersetzungen in Jemen vorerst beendet. In der Hauptstadt Sanaa wurden bei der Explosion einer Autobombe am gestrigen Tag 28 Menschen getötet. Über 1.200 Häftlinge - darunter Unterstützer von Al Kaida - sind aus einem von den Huthi-Milizen kontrollierten Gefängnis geflohen. Immer stärker versucht auch das Terrornetzwerk 'Islamischer Staat‘ das politische Chaos infolge des Bürgerkrieges auszunutzen, um seinen Einflussbereich auszuweiten.

Philipp Mißfelder
Foto: 
Philipp Mißfelder

Zudem droht der Konflikt nicht nur den Nahen Osten, sondern auch die Gegend um das Horn von Afrika weiter zu destabilisieren. Bereits jetzt zeichnet sich eine neue Flüchtlingswelle in Richtung Somalia ab. Die von Milizen beherrschten Landesteile im Jemen dürfen nicht zu Rekrutierungs- und Rückzugsgebieten für Extremisten werden. Die internationale Gemeinschaft sollte sich deshalb für die baldige Wiederaufnahme von Verhandlungen einzusetzen. Wichtigstes Ziel sollte eine schnelle Waffenstillstandsvereinbarung sein, in deren Folge eine stabile Friedensvereinbarung verhandelt werden kann. Diese muss dann auch von allen Parteien eingehalten werden. Damit der Konflikt nicht noch weiter eskaliert, gilt es aber auch Saudi-Arabien weiter zu unterstützen. Das Land hat großen Einfluss in der Region und eine gewichtige Stimme in der Arabischen Liga sowie im Golf-Kooperationsrat. In dieser so stark von Krisen geplagten Region ist Saudi-Arabien auch für Deutschland ein wichtiger Partner."

Redaktion

Das LandesPressePortal (LPP) ist ein unabhängiges Presseportal für Parteien, Fraktionen und Ministerien in der Bundesrepublik Deutschland.

Um Presse-Meldungen auf dem LandesPressePortal zu veröffentlichen, senden Sie diese per Email (ggf. als Word-Dokument -Bitte kein PDF- und eventuell einem Bild im JPEG-Format mit mind. 1000 x 600 Pixel) an redaktion@landespresseportal.de. Grundsätzlich ist die Veröffentlichung von Presse-Meldungen auf dem LPP kostenlos. Die Redaktion bzw. der Seiteninhaber distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen veröffentlichten Video- & Presse-Meldungen und den Ton-, Bild- & Logo-Rechten. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion bzw. der Seitenbetreiber.

 

 

Weitere Videos der Redaktion

Ähnliche Artikel

  • Lösung des Konflikts muss in Hongkong liegen
    Anlässlich des Inkrafttretens des US-amerikanischen Gesetzes zur Unterstützung der Hongkonger Proteste erklärt Jürgen Trittin, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss: Der Konflikt in Hongkong muss friedlich gelöst werden. Die Verweigerungshaltung der Hongkonger Verwaltungschefin Carrie Lam, auch nach den verlorenen Wahlen keine Zugeständnisse machen zu wollen, ist der falsche Weg. Dies wird den Konflikt nur…
  • Grüne beantragen Aktuelle Stunde zum Jemen
    Unter dem Titel „Der Krieg und die sich zuspitzende humanitäre Lage im Jemen“  hat die Grüne Bundestagsfraktion eine Aktuelle Stunde beantragt. Hierzu erklärt Britta Haßelmann, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin:   Wir haben eine Aktuelle Stunde mit dem Titel „Der Krieg und die sich zuspitzende humanitäre Lage im Jemen“ beantragt. Der nun schon…
  • Mit offenen Karten: Jemen
    Das LandesPressePortal stellt wöchentlich verschiedene Beiträge zur Verfügung, die vom Fernsehsender ARTE ausgestrahlt werden.    Als Präsident Saleh 2011 im Jemen im Zuge des arabischen Frühlings zurücktreten musste, galt das Land als Erfolgsbeispiel. Nur fünf Jahre später ist das Land vom Bürgerkrieg zerrüttet. "Mit offenen Karten" blickt auf die jüngste…

Copyright © Landespresseportal.de. Alle Rechte vorbehalten.

Top Desktop version