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Dokumentation Endstation Sonderflug - Arte

Dokumentation Endstation Sonderflug - Arte 

 

Abgelehnt, abgefertigt, abgeschoben: eine ergreifende Reise zu jenen, die man loswerden wollte, weil sie kein Recht hatten, sich in der Schweiz niederzulassen. Der Dokumentarfilm besucht fünf Menschen, die ein Jahr zuvor in ihre Heimatländer wie den Kosovo, Senegal, Gambia oder Kamerun abgeschoben wurden. Dort fristen sie nun ein unwürdiges Dasein.

Eine schweizerische Administrativhaftanstalt war die erste in Europa, die einem Filmemacher ihre Pforten öffnete. Daraus entstand „Endstation Sonderflug“ von Fernand Melgar. Jedes Jahr werden europaweit fast 600.000 Personen ohne Aufenthaltserlaubnis inhaftiert. Der Film zeigt das tragische Schicksal einer Handvoll Illegaler, die hinter Gittern auf ihre Abschiebung warten. Was wird aus ihnen? Diese Frage bleibt ein Tabu. Um diese Mauer des Schweigens und der Gleichgültigkeit zu durchbrechen, hielten die Macher des Films auch nach Abschluss der Dreharbeiten den Kontakt zu einem Großteil der Abgeschobenen aufrecht. Sie wurden Woche für Woche Zeugen der Tragödien und des Leids, die sich aus einer missglückten Emigration ergeben. „Endstation Sonderflug – Ein Jahr danach“ erzählt das Schicksal der fünf Protagonisten aus „Endstation Sonderflug“ nach ihrer Ausweisung aus der Schweiz. Ein Jahr nach dem Dreh machte sich das Filmteam auf den Weg in ihre Heimatländer, um jene, die alles verloren hatten, im Kreise ihrer Familien aufzusuchen und erstmals von ihren Erfahrungen berichten zu lassen. Weil sie keine Papiere hatten, wurden sie aus dem Gastgeberland herausgeworfen, von ihren Kindern getrennt und fanden sich völlig mittellos im Senegal oder Kosovo, in Gambia oder Kamerun wieder. Dort wurden sie von der eigenen Familie verstoßen und bei ihrer Rückkehr teilweise sogar gefoltert. Der Film dringt tief in den Alltag dieser gebrochenen Menschen ein und zeugt von der Brutalität einer Zuwanderungspolitik, die sowohl die Schweiz als auch Europa umsetzen.

Redaktion

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