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Religiöse Vielfalt als gesellschaftlicher Reichtum

Religiöse Vielfalt als gesellschaftlicher Reichtum -
Konferenz für Diakonie und Entwicklung beriet aktuelle Themen

Berlin, 15. Oktober 2015   Die Konferenz für Diakonie und Entwicklung hat sich
am zweiten Tag der jährlichen Konferenz ausführlich mit religiöser Vielfalt
beschäftigt. In fünf Arbeitsgruppen befassten sich die protestantischen
Vertreterinnen und Vertreter mit Themen wie Religionsfreiheit als diakonische
Aufgabe, mit Kriterien für die Kooperation mit muslimischen Organisationen oder
der Rolle von Religion in Konflikten.

Die Konferenz für Diakonie und Entwicklung ist das höchste Beschlussgremium des
Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung, das sich aus Diakonie
Deutschland und Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst mit
Diakonie Katastrophenhilfe zusammensetzt.

"Für uns ist religiöse Vielfalt ein Ausdruck gesellschaftlichen Reichtums. Dabei
ist das Bekenntnis zum christlichen Glauben und interreligiöser Dialog kein
Widerspruch", sagte Angelika Weigt-Blätgen, Vorsitzende der Konferenz. "Wir
sehen mit Sorge, dass weltweit religiöse Minderheiten und auch verschiedene
Religionsgemeinschaften, mit denen wir kooperieren,  unter Druck geraten. Da
brauchen wir neue Strategien", so Cornelia Füllkrug-Weitzel,
Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung.

Bischof Markus Dröge, der Vorsitzende des Aufsichtsrats des Werks ging in seinem
Bericht auf die aktuelle Situation der Flüchtlinge ein. Er hob die
Zusammenarbeit von Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und Diakonie
Katastrophenhilfe hervor. Sie arbeiteten gemeinsam an den zentralen Themen: an
der Bekämpfung der Fluchtursachen in den Heimatländern der Flüchtlinge, der
Nothilfe entlang der Fluchtrouten und der sozialen Integration in Deutschland.

Der vorgelegte Entwurf einer Erklärung zu religiöser Vielfalt soll in den
Ausschüssen des Gremiums weiterentwickelt werden. Erklärungen zu Flüchtlingen
und zu TTIP wurden verabschiedet. Die Vorsitzenden der Konferenz und des
Aufsichtsrates erhielten den Auftrag, die Ergebnisse der Aussprache in die Texte
einzuarbeiten. Die Erklärungen sollen die Stimme des Werkes in den gegenwärtig
wichtigen politischen Debatten stärken.

Außerdem wurden satzungsgemäß der Jahresabschluss 2014 und der Wirtschaftsplan
2016 verabschiedet und Wahlen zum Aufsichtsrat und den Ausschüssen durchgeführt.
Im 19köpfigen Aufsichtsrat wurden zehn Positionen zur Wahl gestellt und mit neu
oder wiedergewählten Mitgliedern besetzt, im Ausschuss Diakonie 16 von 22. In
den Ausschuss Entwicklungsdienst und humanitäre Hilfe wurden sechs Mitglieder
von 18 neu oder wiedergewählt.

Redaktion

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