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Für mehr Würde am Lebensende

Zur heutigen Entscheidung des Deutschen Bundestages
zum Verbot gewerblicher Sterbehilfe sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:

"Es ist richtig und gut, dass der Bundestag heute entschieden hat, Geschäfte mit
dem Wunsch nach einem assistierten Suizid zu verbieten. Gerade in einer immer
älter werdenden Gesellschaft kann es nicht darum gehen, ob und wie Menschen auf
Verlangen geholfen werden kann, aus dem Leben zu scheiden.

Das Verbot allein reicht aber nicht. Es braucht eine nachhaltige und bessere
Finanzierung der Pflege und palliativen Versorgung  in stationären Einrichtungen
der Altenhilfe und den Krankenhäusern um ein Leben und Sterben in Würde zu
gewährleisten. Gerade sehr alte und pflegebedürftige Menschen, die nicht mehr
für sich selber sorgen und diese Entscheidungen nicht treffen können sind ganz
besonders darauf angewiesen, dass wir ihnen ein hohes Maß an Lebensqualität und
Selbstbestimmung am Lebensende garantieren.

Pflegeheime brauchen koordinierende palliativ ausgebildete Fachkräfte. Damit
würde die Sterbebegleitung in den Pflegeheimen einen Quantensprung machen."

Redaktion

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