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Lebensmittelüberwachung: Mehr Schutz und Transparenz erforderlich

Lebensmittelüberwachung: Mehr Schutz und Transparenz erforderlich

 

Zur Vorstellung der Jahresstatistik Lebensmittelüberwachung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherschutz:

 

Die Mängelliste ist beunruhigend: Ekelfunde in Restaurants, falsche Kennzeichnung von Lebensmitteln, Überschreitungen der zulässigen Höchstwerte von Pestiziden. Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen mehr darüber erfahren. Sie müssen wissen, welche Lokale, Einkaufsläden und Höfe beanstandet werden und warum. Doch noch immer hat es diese Bundesregierung noch nicht geschafft, eine gesetzliche Grundlage für die Veröffentlichung der Kontrollergebnisse zu schaffen.

 

Es reicht eben nicht abstrakt zu wissen, dass jeder vierte Gastronomiebetrieb beanstandet wird, weil in drei von vier Fällen hygienische Mängel vorliegen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher erfahren leider nicht, um welche Betriebe es sich handelt. So bleibt die Bundesregierung ihr Versprechen schuldig, für mehr Transparenz und Sicherheit zu sorgen. Ernährungsminister Schmidt muss endlich handeln und die Grundlage für eine bundeseinheitliche Hygiene-Kennzeichnung für Restaurants vorlegen.

 

Etwa 30 Millionen Kilogramm Pestizide werden als sogenannte Unkrautvernichter jährlich in Deutschland eingesetzt. Bei solchen Mengen sollte sich keiner über die Befunde der Lebensmittelüberwachung wundern. Die Pestizide wirken nicht nur auf Natur um Umwelt ein - über Rückstände in Lebensmitteln oder Gewässern landen diese Gifte auch auf unseren Tellern. Weniger Pestizide bedeutet deshalb mehr Verbraucherschutz.

Redaktion

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