LandesPressePortal - Aktuelle Politik Nachrichten

Amtsblatt der Europäischen Union C 392

 

ISSN 1977-088X

Amtsblatt

der Europäischen Union

C 392

European flag  

Ausgabe in deutscher Sprache

Mitteilungen und Bekanntmachungen

58. Jahrgang
25. November 2015


Informationsnummer

Inhalt

Seite

 

II   Mitteilungen

 

 

MITTEILUNGEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

 

 

Europäische Kommission

 

2015/C 392/01

Mitteilung der Kommission — Gegenwerte der Schwellenwerte der Richtlinien 2014/23/EU, 2014/24/EU und 2014/25/EU des Europäischen Parlaments und des Rates

1

2015/C 392/02

Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss (Sache M.7682 — Goldman Sachs/Altor/Hamlet) ( 1 )

4

2015/C 392/03

Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss (Sache M.7808 — Bain Capital Investors/Autodistribution Group) ( 1 )

4


 

IV   Informationen

 

 

INFORMATIONEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

 

 

Europäische Kommission

 

2015/C 392/04

Euro-Wechselkurs

5

2015/C 392/05

Rücknahme von Vorschlägen der Kommission

6

2015/C 392/06

Zusammenfassung der Beschlüsse der Europäischen Kommission über Zulassungen für das Inverkehrbringen zur Verwendung und/oder für eine Verwendung von Stoffen, die in Anhang XIV der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) aufgeführt sind (Veröffentlicht gemäß Artikel 64 Absatz 9 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006)  ( 1 )

7

2015/C 392/07

Hinweis an die Einführer — Einfuhren von Thunfischerzeugnissen aus Thailand in die Europäische Union

8

 

Der Europäische Datenschutzbeauftragte

 

2015/C 392/08

Zusammenfassung der Stellungnahme Nr. 4/2015 des Europäischen Datenschutzbeauftragten, Der Weg zu einem neuen digitalen Ethos: Daten, Würde und Technologie

9

2015/C 392/09

Zusammenfassung der Stellungnahme des Europäischen Datenschutzbeauftragten zu einem Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verwendung von Fluggastdatensätzen zu Zwecken der Verhütung, Aufdeckung, Aufklärung und strafrechtlichen Verfolgung von terroristischen Straftaten und schwerer Kriminalität

11


 

V   Bekanntmachungen

 

 

VERFAHREN BEZÜGLICH DER DURCHFÜHRUNG DER GEMEINSAMEN HANDELSPOLITIK

 

 

Europäische Kommission

 

2015/C 392/10

Bekanntmachung der Einleitung einer teilweisen Interimsüberprüfung der Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren von gegossenen Rohrformstücken, Rohrverschlussstücken und Rohrverbindungsstücken, mit Gewinde, aus verformbarem Gusseisen mit Ursprung in der Volksrepublik China und Thailand

14

 

VERFAHREN BEZÜGLICH DER DURCHFÜHRUNG DER WETTBEWERBSPOLITIK

 

 

Europäische Kommission

 

2015/C 392/11

Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses (Sache M.7829 — Transgourmet/C+C Pfeiffer/Top-Team Zentraleinkauf) — Für das vereinfachte Verfahren infrage kommender Fall ( 1 )

18


 


 

(1)   Text von Bedeutung für den EWR

DE

 


II Mitteilungen

MITTEILUNGEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

Europäische Kommission

25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/1


MITTEILUNG DER KOMMISSION

Gegenwerte der Schwellenwerte der Richtlinien 2014/23/EU, 2014/24/EU und 2014/25/EU des Europäischen Parlaments und des Rates

(2015/C 392/01)

Für die in den Richtlinien 2014/23/EU (1), 2014/24/EU (2) und 2014/25/EU (3) festgesetzten Schwellenwerte gelten in den EU-Währungen außerhalb des Euro-Währungsgebiets folgende Gegenwerte:

80 000 EUR

BGN

Neuer bulgarischer Lew

156 464

CZK

Tschechische Krone

2 184 400

DKK

Dänische Krone

596 520

GBP

Pfund Sterling

62 842

HRK

Kroatische Kuna

610 024

HUF

Ungarischer Forint

24 549 600

PLN

Neuer polnischer Zloty

333 992

RON

Neuer rumänischer Leu

355 632

SEK

Schwedische Krone

731 224

 

135 000 EUR

BGN

Neuer bulgarischer Lew

264 033

CZK

Tschechische Krone

3 686 175

DKK

Dänische Krone

1 006 628

GBP

Pfund Sterling

106 047

HRK

Kroatische Kuna

1 029 416

HUF

Ungarischer Forint

41 427 450

PLN

Neuer polnischer Zloty

563 612

RON

Neuer rumänischer Leu

600 129

SEK

Schwedische Krone

1 233 941

 

209 000 EUR

BGN

Neuer bulgarischer Lew

408 762

CZK

Tschechische Krone

5 706 745

DKK

Dänische Krone

1 558 409

GBP

Pfund Sterling

164 176

HRK

Kroatische Kuna

1 593 688

HUF

Ungarischer Forint

64 135 830

PLN

Neuer polnischer Zloty

872 554

RON

Neuer rumänischer Leu

929 089

SEK

Schwedische Krone

1 910 323

 

418 000 EUR

BGN

Neuer bulgarischer Lew

817 524

CZK

Tschechische Krone

11 413 790

DKK

Dänische Krone

3 116 817

GBP

Pfund Sterling

328 352

HRK

Kroatische Kuna

3 187 375

HUF

Ungarischer Forint

128 271 660

PLN

Neuer polnischer Zloty

1 745 108

RON

Neuer rumänischer Leu

1 858 177

SEK

Schwedische Krone

3 820 645

 

750 000 EUR

BGN

Neuer bulgarischer Lew

1 466 850

CZK

Tschechische Krone

20 478 750

DKK

Dänische Krone

5 592 375

GBP

Pfund Sterling

589 148

HRK

Kroatische Kuna

5 718 975

HUF

Ungarischer Forint

230 152 500

PLN

Neuer polnischer Zloty

3 131 175

RON

Neuer rumänischer Leu

3 334 050

SEK

Schwedische Krone

6 855 225

 

1 000 000 EUR

BGN

Neuer bulgarischer Lew

1 955 800

CZK

Tschechische Krone

27 305 000

DKK

Dänische Krone

7 456 500

GBP

Pfund Sterling

785 530

HRK

Kroatische Kuna

7 625 300

HUF

Ungarischer Forint

306 870 000

PLN

Neuer polnischer Zloty

4 174 900

RON

Neuer rumänischer Leu

4 445 400

SEK

Schwedische Krone

9 140 300

 

5 225 000 EUR

BGN

Neuer bulgarischer Lew

10 219 055

CZK

Tschechische Krone

142 668 625

DKK

Dänische Krone

38 960 213

GBP

Pfund Sterling

4 104 394

HRK

Kroatische Kuna

39 842 193

HUF

Ungarischer Forint

1 603 395 750

PLN

Neuer polnischer Zloty

21 813 853

RON

Neuer rumänischer Leu

23 227 215

SEK

Schwedische Krone

47 758 068


(1)  ABl. L 94 vom 28.3.2014, S. 1.

(2)  ABl. L 94 vom 28.3.2014, S. 65.

(3)  ABl. L 94 vom 28.3.2014, S. 243.


25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/4


Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss

(Sache M.7682 — Goldman Sachs/Altor/Hamlet)

(Text von Bedeutung für den EWR)

(2015/C 392/02)

Am 5. August 2015 hat die Kommission nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (1) entschieden, keine Einwände gegen den oben genannten angemeldeten Zusammenschluss zu erheben und ihn für mit dem Binnenmarkt vereinbar zu erklären. Der vollständige Wortlaut der Entscheidung ist nur auf Englisch verfügbar und wird in einer um etwaige Geschäftsgeheimnisse bereinigten Fassung auf den folgenden beiden EU-Websites veröffentlicht:

der Website der GD Wettbewerb zur Fusionskontrolle (http://ec.europa.eu/competition/mergers/cases/). Auf dieser Website können Fusionsentscheidungen anhand verschiedener Angaben wie Unternehmensname, Nummer der Sache, Datum der Entscheidung oder Wirtschaftszweig abgerufen werden,

der Website EUR-Lex (http://eur-lex.europa.eu/homepage.html?locale=de). Hier kann diese Entscheidung anhand der Celex-Nummer 32015M7682 abgerufen werden. EUR-Lex ist das Internetportal zum Gemeinschaftsrecht.


(1)  ABl. L 24 vom 29.1.2004, S. 1.


25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/4


Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss

(Sache M.7808 — Bain Capital Investors/Autodistribution Group)

(Text von Bedeutung für den EWR)

(2015/C 392/03)

Am 18. November 2015 hat die Kommission nach Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (1) entschieden, keine Einwände gegen den obengenannten angemeldeten Zusammenschluss zu erheben und ihn für mit dem Binnenmarkt vereinbar zu erklären. Der vollständige Wortlaut der Entscheidung ist nur auf Englisch verfügbar und wird in einer um etwaige Geschäftsgeheimnisse bereinigten Fassung auf den folgenden beiden EU-Websites veröffentlicht:

der Website der GD Wettbewerb zur Fusionskontrolle (http://ec.europa.eu/competition/mergers/cases/). Auf dieser Website können Fusionsentscheidungen anhand verschiedener Angaben wie Unternehmensname, Nummer der Sache, Datum der Entscheidung oder Wirtschaftszweig abgerufen werden,

der Website EUR-Lex (http://eur-lex.europa.eu/homepage.html?locale=de). Hier kann diese Entscheidung anhand der Celex-Nummer 32015M7808 abgerufen werden. EUR-Lex ist das Internetportal zum Gemeinschaftsrecht.


(1)  ABl. L 24 vom 29.1.2004, S. 1.


IV Informationen

INFORMATIONEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION

Europäische Kommission

25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/5


Euro-Wechselkurs (1)

24. November 2015

(2015/C 392/04)

1 Euro =

 

 

Währung

Kurs

USD

US-Dollar

1,0651

JPY

Japanischer Yen

130,52

DKK

Dänische Krone

7,4605

GBP

Pfund Sterling

0,70620

SEK

Schwedische Krone

9,2622

CHF

Schweizer Franken

1,0832

ISK

Isländische Krone

 

NOK

Norwegische Krone

9,2090

BGN

Bulgarischer Lew

1,9558

CZK

Tschechische Krone

27,033

HUF

Ungarischer Forint

311,89

PLN

Polnischer Zloty

4,2607

RON

Rumänischer Leu

4,4467

TRY

Türkische Lira

3,0675

AUD

Australischer Dollar

1,4763

CAD

Kanadischer Dollar

1,4229

HKD

Hongkong-Dollar

8,2547

NZD

Neuseeländischer Dollar

1,6368

SGD

Singapur-Dollar

1,5074

KRW

Südkoreanischer Won

1 229,46

ZAR

Südafrikanischer Rand

14,9808

CNY

Chinesischer Renminbi Yuan

6,8048

HRK

Kroatische Kuna

7,6335

IDR

Indonesische Rupiah

14 618,17

MYR

Malaysischer Ringgit

4,5192

PHP

Philippinischer Peso

50,145

RUB

Russischer Rubel

70,4467

THB

Thailändischer Baht

38,141

BRL

Brasilianischer Real

3,9550

MXN

Mexikanischer Peso

17,6141

INR

Indische Rupie

70,6582


(1)  Quelle: Von der Europäischen Zentralbank veröffentlichter Referenz-Wechselkurs.


25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/6


RÜCKNAHME VON VORSCHLÄGEN DER KOMMISSION

(2015/C 392/05)

Liste der zurückgenommenen Vorschläge

Dokument

Interinstitutionelles Verfahren

Titel

COM(1998) 0637

Vorschlag für einen Beschluss des Rates über die Vertretung und die Festlegung von Standpunkten der Gemeinschaft auf internationaler Ebene im Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Währungsunion


25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/7


Zusammenfassung der Beschlüsse der Europäischen Kommission über Zulassungen für das Inverkehrbringen zur Verwendung und/oder für eine Verwendung von Stoffen, die in Anhang XIV der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) aufgeführt sind

(Veröffentlicht gemäß Artikel 64 Absatz 9 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (1))

(Text von Bedeutung für den EWR)

(2015/C 392/06)

Beschlüsse zur Erteilung einer Zulassung

Nummer des Beschlusses (2)

Datum des Beschlusses

Bezeichnung des Stoffs

Inhaber der Zulassung

Zulassungsnummer

Zugelassene Verwendung

Datum des Auslaufens des Überprüfungszeitraums

Begründung des Beschlusses

C(2015) 8093

24. November 2015

Trichlorethylen

EG-Nr.: 201-167-4

CAS-Nr.: 79-01-6

Vlisco Netherlands BV, Binnen Parallelweg 2, 5701 PH, Helmond, Niederlande

REACH/15/5/0

REACH/15/5/1

Verwendung als Lösungsmittel für die Entfernung und Rückgewinnung von Harz aus gefärbten Stoffen

Verwendung als Lösungsmittel in einem Verfahren zur Rückgewinnung und Reinigung von Harz aus Prozesswasser

21. April 2028

Gemäß Artikel 60 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 überwiegt der sozioökonomische Nutzen der Verwendung des Stoffs die Risiken, die mit dieser Verwendung für die menschliche Gesundheit einhergehen, und es existieren keine geeigneten Alternativstoffe oder -technologien, die für den Antragsteller technisch und wirtschaftlich zumutbar sind.

Die Erforschung einer neuen lösungsmittelbasierten Technologie mit Potenzial zur Entwicklung einer nachhaltigen geeigneten Alternative erfolgt im Rahmen eines zwölfjährigen Forschungs- und Entwicklungsplans.


(1)  ABl. L 396 vom 30.12.2006, S. 1.

(2)  Der Beschluss kann auf der Website der Europäischen Kommission unter folgender Adresse abgerufen werden: http://ec.europa.eu/growth/sectors/chemicals/reach/about/index_en.htm


25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/8


Hinweis an die Einführer

Einfuhren von Thunfischerzeugnissen aus Thailand in die Europäische Union

(2015/C 392/07)

Mit einem im Amtsblatt C 220 vom 1. August 2013, Seite 7, veröffentlichten Hinweis an die Einführer empfahl die Kommission den Wirtschaftsbeteiligten in der Europäischen Union, die Ursprungsnachweise vorlegen (Formblatt A — Schema allgemeiner Zollpräferenzen), um die Präferenzbehandlung für aus Thailand eingeführten Thunfisch in Dosen und gefrorene Thunfischfilets genannt Loins der HS-Unterposition 1604 14 in Anspruch zu nehmen, alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, da begründete Zweifel an der ordnungsgemäßen Anwendung der Präferenzbehandlung und der Anwendbarkeit der in der Union für diese Waren vorgelegten Ursprungszeugnisse bestehen. Die Überführung der betreffenden Waren in den zollrechtlich freien Verkehr könnte somit zu einer Zollschuld und zu Betrug führen und folglich die finanziellen Interessen der Europäischen Union beeinträchtigen.

Nach Maßgabe der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 1421/2013 der Kommission (1) zur Änderung der Anhänge I, II und IV der Verordnung (EU) Nr. 978/2012 wurde Thailand mit Wirkung vom 1. Januar 2015 von der Liste der APS-begünstigen Länder der Union gestrichen.

Der im Amtsblatt C 220 vom 1. August 2013 veröffentlichte Hinweis ist daher für Sendungen der betreffenden Erzeugnisse, die am oder nach dem 1. Januar 2015 zur Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr angemeldet werden, gegenstandslos geworden und wird hiermit zurückgenommen.


(1)  Delegierte Verordnung (EU) Nr. 1421/2013 der Kommission vom 30. Oktober 2013 zur Änderung der Anhänge I, II und IV der Verordnung (EU) Nr. 978/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates über ein Schema allgemeiner Zollpräferenzen (ABl. L 355 vom 31.12.2013, S. 1).


Der Europäische Datenschutzbeauftragte

25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/9


Zusammenfassung der Stellungnahme Nr. 4/2015 des Europäischen Datenschutzbeauftragten, „Der Weg zu einem neuen digitalen Ethos: Daten, Würde und Technologie“

(Der vollständige Text dieser Stellungnahme ist in englischer, französischer und deutscher Sprache auf der Internetpräsenz des EDSB unter www.edps.europa.eu erhältlich.)

(2015/C 392/08)

Der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDSB) ist ein unabhängiges Organ der EU und hat gemäß Artikel 41 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 45/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates (1)„im Hinblick auf die Verarbeitung personenbezogener Daten … sicherzustellen, dass die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen, insbesondere ihr Recht auf Privatsphäre, von den Organen und Einrichtungen der Gemeinschaft geachtet werden“ und ist „für die Beratung der Organe und Einrichtungen der Gemeinschaft und der betroffenen Personen in allen die Verarbeitung personenbezogener Daten betreffenden Angelegenheiten“ zuständig. Er wurde zusammen mit dem Stellvertretenden Datenschutzbeauftragten im Dezember 2014 ernannt und spezifisch mit einem konstruktiveren und proaktiveren Vorgehen beauftragt. In der im März 2015 veröffentlichten Fünf-Jahres-Strategie legt der EDSB dar, wie er diesen Auftrag auf verantwortungsvolle Weise zu erfüllen gedenkt.

Diese Stellungnahme schließt sich an die vorherige Stellungnahme des EDSB zu der Allgemeinen Datenschutzverordnung an, die darauf abzielte, die Hauptorgane der EU bei der Erzielung eines geeigneten Konsens über ein praktikables, zukunftsorientiertes Regelwerk, das die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen untermauert, zu unterstützen. Wie schon in der Stellungnahme zu Mobile-Health-Diensten im Frühjahr 2015 geht es auch in dieser Stellungnahme um die Herausforderung, den Datenschutz an die digitale Welt anzupassen, — dem dritten Ziel der EDSB-Strategie — „um bestehende Datenschutzprinzipien für die globale digitale Arena anzupassen“ auch im Lichte der Pläne der EU für einen digitalen Binnenmarkt. Sie stimmt mit dem Ansatz der Artikel-29-Datenschutzgruppe in Bezug auf Datenschutzaspekte der Verwendung neuer Technologien wie dem „Internet der Dinge“, zu dem der EDSB als Vollmitglied der Gruppe beitrug, überein.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen.“

Artikel 1, EU-Charta der Grundrechte

Die Grundrechte auf den Schutz der Privatsphäre und auf den Schutz personenbezogener Daten sind für den Schutz der Menschenwürde wichtiger denn je geworden. Sie sind in den EU-Verträgen und in der EU-Charta der Grundrechte verankert. Sie versetzen Menschen in die Lage, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln, unabhängig zu leben, Neues zu schaffen und andere Rechte und Freiheiten auszuüben. Die in der EU-Charta definierten Datenschutzgrundsätze — Notwendigkeit, Verhältnismäßigkeit, Verarbeitung nach Treu und Glauben, Datenminimierung, Beschränkung auf den jeweiligen Zweck, Einwilligung und Transparenz — gelten für die Datenverarbeitung in ihrer Gesamtheit, und zwar sowohl für die Erhebung als auch die Nutzung.

Zwar sollten Werte und Rechte nicht durch Technologie bestimmt werden, ihre Beziehung zueinander sollte aber auch nicht auf eine unechte Dichotomie reduziert werden. Die digitale Revolution verspricht Vorteile für Gesundheit, Umwelt, internationale Entwicklung und wirtschaftliche Effizienz. Gemäß den Plänen der EU für einen digitalen Binnenmarkt gelten Cloud-Computing, das „Internet der Dinge“, Big Data und andere Technologien als ausschlaggebend für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum. Geschäftsmodelle profitieren von neuen Möglichkeiten zur Erhebung von Daten im großen Maßstab, zur sofortigen Datenübermittlung sowie zur Kombinierung und Wiederverwendung von personenbezogenen Informationen für unvorhergesehene Zwecke auf der Grundlage von langen und undurchsichtigen Datenschutzrichtlinien. Die Datenschutzgrundsätze unterliegen dadurch neuen Belastungen, weshalb ihre Anwendung innovativ überdacht werden muss.

In der heutigen digitalen Umgebung reicht das Befolgen von Gesetzen nicht aus; die ethische Dimension der Datenverarbeitung muss berücksichtigt werden. Innerhalb des Rechtsrahmens der EU besteht bereits Raum für flexible, von Fall zu Fall getroffene Entscheidungen und Absicherungen beim Umgang mit personenbezogenen Informationen. Die Reform des Rechtsrahmens stellt einen Schritt in die richtige Richtung dar. Es bestehen jedoch tiefergehende Fragen über die Auswirkung von Tendenzen in einer datengesteuerten Gesellschaft auf Würde, Freiheit des Einzelnen und wirksame Demokratie.

Diese Themen haben technische, philosophische, rechtliche und moralische Implikationen. In dieser Stellungnahme werden einige bedeutende Technologietrends beleuchtet, bei denen es zu einer unannehmbaren Verarbeitung von personenbezogenen Informationen kommen kann oder die das Recht auf Privatsphäre beeinträchtigen können. Als Antwort auf die digitale Herausforderung wird in ihr ein vierstöckiges „großes Datenschutz-Ökosystem“ umrissen: eine gemeinsame Anstrengung auf der Grundlage von ethischen Überlegungen.

(1)

Zukunftsorientierte Regelung der Datenverarbeitung und Respektierung der Rechte auf Privatsphäre und Datenschutz.

(2)

Rechenschaftspflichtige Verantwortliche, die die Verarbeitung von personenbezogenen Informationen bestimmen.

(3)

Privatsphärenbewusste Entwicklung und Auslegung von Datenverarbeitungsprodukten und -dienstleistungen.

(4)

Menschen mit gestärkter Handlungskompetenz

Der Europäische Datenschutzbeauftragte möchte zu einer offenen und informierten Diskussion innerhalb und außerhalb der EU anregen, an der die Zivilgesellschaft, Produktdesigner, Unternehmen, Gelehrte, Behörden und Gesetzgeber teilnehmen. Der neue EU-Datenschutzethikrat, der beim EDSB eingerichtet wird, trägt dazu bei, einen neuen digitalen Ethos zu definieren, mit dessen Hilfe die Vorteile von Technologie für Gesellschaft und Wirtschaft auf eine Art und Weise besser verwirklicht werden können, die die Rechte und Freiheit des Einzelnen bestärkt.

4.   Schlussfolgerung: Zeit zur Vertiefung der Diskussion

Privatsphären- und Datenschutz sind nicht das Problem, sondern Teil der Lösung. Zurzeit wird Technologie noch vom Menschen gesteuert. Es ist keine leichte Aufgabe, diese potenziellen Entwicklungen als gut oder schlecht, wünschenswert oder schädlich, vorteilhaft oder nachteilig zu klassifizieren; noch schwieriger wird diese Aufgabe, wenn eine Reihe von potenziellen Tendenzen im Zusammenhang gesehen werden müssen. Entscheidungsträger, Technologieentwickler, Geschäftsentwickler und wir alle müssen uns ernste Gedanken darüber machen, ob und wie wir die Entwicklung von Technologie und ihre Anwendung beeinflussen wollen. Gleichermaßen von Bedeutung ist jedoch, dass die EU eine dringende Debatte über Ethos und darüber führt, wo in den Technologien der Zukunft die Menschenwürde ihren Platz hat.

Datenschutzgrundsätze sind nachweislich in der Lage, den Einzelnen und seine Privatsphäre vor den Risiken verantwortungsloser Datenverarbeitung zu schützen. Die sich heute abzeichnenden Tendenzen erfordern jedoch unter Umständen einen völlig neuartigen Ansatz. Deshalb starten wir eine neue Debatte darüber, inwieweit die Anwendung von Grundsätzen wie Treu und Glauben und Rechtmäßigkeit ausreicht. Die Datenschutzgemeinschaft kann unter Einsatz des bestehenden Instrumentariums, zu dem beispielsweise Vorabkontrollen und Genehmigungen gehören, eine neue Rolle übernehmen, weil keine anderen Einrichtungen dazu ausgerüstet sind, eine derartige Datenverarbeitung zu prüfen. Angesichts des rasanten Tempos der Technologie, globaler Innovation und der Angeschlossenheit des Menschen bietet sich uns eine Gelegenheit, Aufmerksamkeit zu erregen, Interesse zu wecken und Konsens aufzubauen.

Wir hoffen, mit dieser Stellungnahme einen Rahmen für eine breitere und tiefergehende Diskussion darüber bereitzustellen, wie die EU die Integrität ihrer Werte sicherstellen und gleichzeitig die Vorteile der neuen Technologien willkommen heißen kann.

Brüssel, den 11. September 2015

Giovanni BUTTARELLI

Europäischer Datenschutzbeauftragter


(1)  ABl. L 8 vom 12.1.2001, S. 1.


25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/11


Zusammenfassung der Stellungnahme des Europäischen Datenschutzbeauftragten zu einem Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verwendung von Fluggastdatensätzen zu Zwecken der Verhütung, Aufdeckung, Aufklärung und strafrechtlichen Verfolgung von terroristischen Straftaten und schwerer Kriminalität

(Der vollständige Text dieser Stellungnahme ist in englischer, französischer und deutscher Sprache auf der Internetpräsenz des EDSB unter www.edps.europa.eu erhältlich.)

(2015/C 392/09)

I.   DEN VORSCHLAG UND SEINEN KONTEXT

 

1.

Seit 2007 finden innerhalb der EU Diskussionen über eine mögliche Fluggastdatensatzregelung (Passenger Name Records — PNR) und den Vorschlag für einen diesbezüglichen Rahmenbeschluss des Rates statt (1). Ziel des ursprünglichen Vorschlags war es, Fluggesellschaften, die Füge zwischen der EU und Drittländern durchführen, zu Zwecken der Verhütung, Aufdeckung, Ermittlung und Verfolgung terroristischer Straftaten und schwerer Kriminalität zur Übermittlung von PNR-Daten an die zuständigen Behörden zu verpflichten. Der EDSB hat eine Stellungnahme zu diesem Vorschlag (2) abgegeben und dessen Entwicklungen verfolgt.

 

2.

Am 2. Februar 2011 hat die Kommission einen neuen Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verwendung von Fluggastdatensätzen zu Zwecken der Verhütung, Aufdeckung, Aufklärung und strafrechtlichen Verfolgung von terroristischen Straftaten und schwerer Kriminalität (nachstehend „der Vorschlag“ genannt) angenommen. Der EDSB hat eine Stellungnahme zu diesem neuen Vorschlag abgegeben (3), in der er ergänzende Kommentare und Bemerkungen zu dem Text unter anderem hinsichtlich der Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit des Vorschlags, des Anwendungsbereichs, des Informationsaustauschs zwischen den Mitgliedstaaten und der Speicherung von PNR-Daten vorgebracht hat.

 

3.

Mit der Absicht, in Verhandlungen mit dem Parlament einzutreten, hat der Rat eine allgemeine Ausrichtung zum Text angenommen, den die Kommission am 23. April 2012 (4)vorgeschlagen hat.

 

4.

Das Gesetzgebungsverfahren ist ausgesetzt seit der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) des Europäischen Parlaments den Vorschlag am 24. April 2013 abgelehnt (5) und dessen Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit in Frage gestellt hat. Nach den Terroranschlägen in Paris im Januar 2015 wurden die Diskussionen vor kurzem wieder aufgenommen (6).

 

5.

In seiner Entschließung vom 11. Februar 2015 über Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung (7) verpflichtet sich das Europäische Parlament, „auf die Verabschiedung einer Richtlinie über EU-Fluggastdatensätze bis Ende des Jahres hinzuarbeiten“ und fordert die Kommission auf, „die Konsequenzen des Urteils des Gerichtshofs zu der Richtlinie über Datenspeicherung und die möglichen Auswirkungen davon auf die Richtlinie über EU-Fluggastdatensätze darzulegen.“ Das Europäische Parlament forderte den Rat außerdem auf, in Bezug auf das Datenschutz-Paket Fortschritte zu erzielen, damit „Trilog“-Verhandlungen sowohl über die Richtlinie zu EU-Fluggastdatensätzen als auch über das Datenschutz-Paket parallel stattfinden konnten. Ferner wurde der Kommission nahegelegt, unabhängige Sachverständige aus den Kreisen Rechtsdurchsetzung, Sicherheit und Nachrichtendienste sowie Vertreter der Artikel-29-Datenschutzgruppe dazu aufzufordern, über die Notwendigkeit und die Verhältnismäßigkeit des PNR-Systems zu diskutieren.

 

6.

Darüber hinaus wurden die Mitgliedstaaten in der Entschließung aufgefordert, „die bestehenden Plattformen, Datenbanken und Alarmsysteme auf europäischer Ebene, etwa das Schengener Informationssystem (SIS) und das Advance Passenger Information System (API-System) (8)“, bestmöglich zu nutzen und ihnen wurde nachdrücklich „ein besserer Informationsaustausch zwischen den Rechtsdurchsetzungsbehörden der Mitgliedstaaten und den Einrichtungen der Union“ empfohlen (9).

 

7.

In diesem Zusammenhang wurde am 17. Februar 2015 vom LIBE-Ausschuss-Berichterstatter ein aktualisierter Bericht vorgelegt (10). Dieses Dokument enthielt mehrere Änderungen des Kommissionsvorschlags wie beispielsweise die Einbeziehung von Flügen innerhalb der EU. Die Artikel-29-Datenschutzgruppe übermittelte dem LIBE-Ausschuss ein Schreiben, um ihre Kommentare und Bemerkungen zu dem Bericht vorzulegen (11). Am 15. Juli 2015 nahm der LIBE-Ausschuss seine Orientierungsabstimmung an und vereinbarte, Verhandlungen mit dem Rat aufzunehmen.

 

8.

Angesichts der Trilog-Verhandlungen, die noch diesen Monat beginnen sollen, wird sich diese EDSB-Stellungnahme mit den vom LIBE-Ausschuss und dem Rat unterbreiteten Änderungsvorschlägen des Vorschlags befassen. In dieser Stellungnahme wird das Digital Rights Ireland-Urteil des Europäischen Gerichtshofs (12) vom 8. April 2014 (nachstehend „das DRI-Urteil“) berücksichtigt und in die Überlegungen einbezogen.

 

9.

Der EDSB ist sich bewusst, dass Europa ernsthaften terroristischen Bedrohungen ausgesetzt ist und wirksame Maßnahmen ergreifen muss. Bei der Bekämpfung des Terrorismus und schwerwiegender Straftaten handelt es sich um ein berechtigtes Interesse, das vom Gesetzgeber und dem EDSB wahrgenommen wird. Der EDSB, als eine von der EU unabhängige Aufsichtsbehörde, ist nicht a priori für oder gegen eine Maßnahme. Unter uneingeschränkter Achtung der Rolle des Gesetzgebers bei der Beurteilung der Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen analysiert der EDSB in der vorliegenden Stellungnahme respektvoll und unter Einbeziehung des bestehenden Rechtsrahmens für Datenschutz und Privatsphäre sowie der Rechtsprechung die Auswirkungen auf den Schutz personenbezogener Daten natürlicher Personen und ihrer Privatsphäre. Diese Analyse bezieht sich auf unsere Aufgabe, den Institutionen hinsichtlich der Folgen ihrer Maßnahmen auf den Datenschutz beratend zur Seite zu stehen, insbesondere wenn diese erheblichere Auswirkungen auf das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz haben.

IV.   SCHLUSSFOLGERUNG

 

62.

Der EDSB begrüßt die verschiedenen Verbesserungen, die der Rat und der LIBE-Ausschuss gegenüber dem Vorschlag vorgenommen haben, wie beispielsweise hinsichtlich spezifischer Datenschutzbestimmungen, der Anwesenheit eines Datenschutzbeamten oder eines speziellen Hinweises auf die Befugnisse der Aufsichtsbehörden.

 

63.

Nichtsdestotrotz erfüllt der Vorschlag nach wie vor nicht die wesentliche Voraussetzung für ein PNR-System, d. h. eine Einhaltung der Grundsätze der Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit. Der Vorschlag bietet keine umfassende Bewertung dahingehend, inwieweit die derzeitig vorhandenen Instrumente den Zweck der EU-Regelung für PNR-Daten erfüllen können. Außerdem wird nicht detailliert analysiert, inwieweit weniger einschneidende Maßnahmen den Zweck der EU-Regelung für PNR-Daten erfüllen könnten. Letztendlich führt die nicht zielgerichtete und umfangreiche Erhebung und Verarbeitung von Daten im Rahmen des PNR-Systems zu einer Maßnahme der allgemeinen Überwachung. Nach Ansicht des EDSB wäre der einzige Zweck, der dem Erfordernis der Transparenz und Verhältnismäßigkeit entspricht, die Verwendung der PNR-Daten auf Einzelfallbasis, allerdings ausschließlich im Fall einer ernsthaften und konkreten Bedrohung, die aufgrund konkreter Hinweise gegeben ist.

 

64.

Da keine Informationen dahingehend vorliegen, dass die Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen angemessen belegt wurden, ist der EDSB der Meinung, dass der Vorschlag auch in geänderter Fassung nach wie vor nicht den Anforderungen von Artikel 7, 8 und 52 der Charta der Grundrechte der Union, Artikel 16 AEUV und Artikel 8 der EMRK entspricht.

 

65.

Der EDSB fordert den Gesetzgeber auf, die Durchführbarkeit selektiverer und weniger einschneidender Überwachungsmaßnahmen gegen aktuelle Bedrohungen anhand spezifischeren Initiativen zu untersuchen und sich gegebenenfalls auf gezielte Flugkategorien, Passagiere und Länder zu konzentrieren.

 

66.

Neben den wesentlichen Mängeln des Vorschlags, die oben genannt wurden, betreffen die wichtigsten Bemerkungen des EDSB in der vorliegenden Stellungnahme die folgenden Aspekte:

Der Vorschlag sollte die Datenspeicherfrist anhand objektiver Kriterien auf das absolut Notwendige beschränken und die Speicherfrist erläutern.

Der Vorschlag sollte ausdrücklicher festlegen, dass die PNR-Daten nicht für andere Zwecke als für die Verhütung, Aufdeckung, Aufklärung oder strafrechtliche Verfolgung von terroristischen Straftaten und schwerer Kriminalität verwendet werden dürfen.

Eine vorherige Genehmigung durch ein Gericht oder eine unabhängige Verwaltungsstelle sollte im Prinzip dann eingeholt werden, wenn eine zuständige Behörde einen Antrag auf Zugriff auf die Daten stellt.

Der Vorschlag sollte sich auf angemessene Sicherheitsmaßnahmen beziehen, die die Sicherheit der von der PNR-Zentralstelle verarbeiteten Daten gewährleisten.

Der Anwendungsbereich des PNR-Systems sollte hinsichtlich der Art der Straftat wesentlich stärker beschränkt werden. Außerdem sollten die Begriffe „schwere grenzüberschreitende Straftaten“ und „unmittelbare und ernsthafte Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ näher definiert werden.

Die Kriterien für den Zugriff auf die PNR-Daten durch die zuständigen Behörden sollten besser definiert werden und präziser sein.

Die Gesetzgeber werden aufgefordert, bis zur Verabschiedung des neuen Datenschutzpakets zu warten, um die Verpflichtungen des Vorschlags vollständig an die neu getroffenen Bestimmungen anzugleichen.

Die Bewertung der Richtlinie sollte auf umfassenden Daten beruhen. Hierzu zählt die Anzahl der Personen, die tatsächlich verurteilt wurde, und die nicht nur aufgrund der Verarbeitung ihrer Daten strafrechtlich verfolgt wird.

Brüssel, 24. September 2015

Giovanni BUTTARELLI

Europäischer Datenschutzbeauftragter


(1)  KOM(2007) 654 endg.

(2)  Stellungnahme des EDSB vom 20. Dezember 2007 zu dem Vorschlag für einen Rahmenbeschluss des Rates über die Verwendung von Fluggastdatensätzen (Passenger Name Records — PNR) zu Strafverfolgungszwecken (ABl. C 110 vom 1.5.2008, S. 1).

(3)  Stellungnahme des EDSB vom 25. März 2011 zu dem Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verwendung von Fluggastdatensätzen zu Zwecken der Verhütung, Aufdeckung, Aufklärung und strafrechtlichen Verfolgung von terroristischen Straftaten und schwerer Kriminalität.

(4)  Allgemeine Ausrichtung des Rates, Text angenommen am 23. April 2013, 8916/2.

(5)  Siehe Entschließung des Europäischen Parlaments vom 23. April 2013.

(6)  Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Charlie_Hebdo_shooting. Für den Zusammenhang mit den Vorschlägen für eine EU-Regelung für PNR-Daten, siehe z. B. die Erklärung der Mitglieder des Europäischen Rates im Anschluss an das informelle Treffen der Staats- und Regierungschefs am 12. Februar 2015 in Brüssel: http://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2015/02/150212-european-council-statement-fight-against-terrorism/ sowie den Bericht des EU-Koordinators für die Terrorismusbekämpfung über die Umsetzung von Maßnahmen: http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-9422-2015-REV-1/en/pdf.

(7)  Entschließung 2015/2530 des Europäischen Parlaments.

(8)  Entschließung, § 11.

(9)  Entschließung, § 22.

(10)  Dieser Bericht ist erhältlich unter folgendem Link: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A8-2015-0248+0+DOC+XML+V0//DE

(11)  Schreiben der Artikel-29-Datenschutzgruppe vom 19. März 2015 an den Vorsitzenden des LIBE-Ausschusses.

(12)  CJUE, Digital Rights Ireland ltd,8. April 2014, in den verbundenen Rechtssachen C-293/12 und C-594/12.


V Bekanntmachungen

VERFAHREN BEZÜGLICH DER DURCHFÜHRUNG DER GEMEINSAMEN HANDELSPOLITIK

Europäische Kommission

25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/14


Bekanntmachung der Einleitung einer teilweisen Interimsüberprüfung der Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren von gegossenen Rohrformstücken, Rohrverschlussstücken und Rohrverbindungsstücken, mit Gewinde, aus verformbarem Gusseisen mit Ursprung in der Volksrepublik China und Thailand

(2015/C 392/10)

Der Europäischen Kommission (im Folgenden „Kommission“) liegt ein Antrag auf eine teilweise Interimsüberprüfung nach Artikel 11 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1225/2009 des Rates vom 30. November 2009 über den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europäischen Gemeinschaft gehörenden Ländern (1) (im Folgenden „Grundverordnung“) vor.

1.   Überprüfungsantrag

Der Überprüfungsantrag wurde von Metpro Limited (im Folgenden „Antragsteller“) gestellt, einem Einführer bestimmter Arten von gegossenen Rohrformstücken, Rohrverschlussstücken und Rohrverbindungsstücken, mit Gewinde, aus verformbarem Gusseisen mit Ursprung in der Volksrepublik China.

Da die Maßnahmen auch für Einfuhren mit Ursprung in Thailand gelten, hat die Kommission von Amts wegen beschlossen, die Überprüfung auch für Einfuhren mit Ursprung in Thailand einzuleiten.

Die Überprüfung beschränkt sich auf die Untersuchung der Warendefinition in Bezug auf die Klarstellung, ob bestimmte Warentypen unter die Antidumpingmaßnahmen fallen, die für Einfuhren von gegossenen Rohrformstücken, Rohrverschlussstücken und Rohrverbindungsstücken, mit Gewinde, aus verformbarem Gusseisen mit Ursprung in der Volksrepublik China und Thailand (im Folgenden „betroffene Länder“ gelten.

2.   Zu überprüfende Ware

Bei der zu überprüfenden Ware handelt es sich um gegossene Rohrformstücke, Rohrverschlussstücke und Rohrverbindungsstücke, mit Gewinde, aus verformbarem Gusseisen, mit Ausnahme von Grundbestandteilen von Klemmfittings mit metrischem ISO/DIN-13-Gewinde und runden Abzweigdosen aus Temperguss, mit Gewinde, die keine Abdeckung haben (im Folgenden „zu überprüfende Ware“), die derzeit unter dem KN-Code ex 7307 19 10 (TARIC-Code 7307191010) eingereiht werden.

3.   Geltende Maßnahmen

Bei den derzeit geltenden Maßnahmen handelt es sich um einen endgültigen Antidumpingzoll, der mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 430/2013 des Rates vom 13. Mai 2013 (2)eingeführt wurde.

4.   Gründe für die Überprüfung

Der Antragsteller verlangt den Ausschluss bestimmter gegossener Rohrformstücke, Rohrverschlussstücke und Rohrverbindungsstücke, mit Gewinde, aus verformbarem Gusseisen aus der Warendefinition der geltenden Antidumpingmaßnahmen. Bei den angeblich auszuschließenden Waren handelt es sich um Verschluss- und Verbindungsstücke für die Kabelverlegung (Bogen, Winkel und T-Stücke) mit einem metrischen Normgewinde mit einer Steigung von 1,5 mm nach „ISO Metric Form BS3463“.

Der Antrag nach Artikel 11 Absatz 3 basiert auf vom Antragsteller vorgelegten Anscheinsbeweisen, aus denen hervorgeht, dass die grundlegenden materiellen, technischen und/oder chemischen Eigenschaften der auszuschließenden Waren erheblich von denen der zu überprüfenden Ware abweichen. Dies gilt für die zu überprüfende Ware aus beiden betroffenen Ländern.

Daher ist es angebracht, die geltenden Maßnahmen zu überprüfen, soweit die Warendefinition der zu überprüfenden Ware aus den betroffenen Ländern betroffen ist. Etwaige aus dieser Überprüfung hervorgehende Verordnungen gelten möglicherweise rückwirkend ab dem Zeitpunkt der Einführung der bestehenden Maßnahmen oder ab einem späteren Zeitpunkt wie beispielsweise dem Tag der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union. Alle interessierten Parteien — insbesondere Einführer — werden gebeten, ihren Standpunkt in dieser Angelegenheit darzulegen und Angaben mit entsprechenden sachdienlichen Nachweisen vorzulegen.

5.   Verfahren

Nach der Unterrichtung der Mitgliedstaaten gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass hinreichende Beweise für die Einleitung einer teilweisen Interimsüberprüfung vorliegen, die sich auf die Untersuchung der Warendefinition in Bezug auf die Klarstellung beschränkt, ob bestimmte Warentypen unter die für die Einfuhren der betroffenen Ware geltenden Antidumpingmaßnahmen fallen; sie leitet daher eine Überprüfung nach Artikel 11 Absatz 3 der Grundverordnung ein.

5.1.    Fragebogen

Die Kommission wird dem Antragsteller — als Einführer —, den ihr bekannten ausführenden Herstellern in der Volksrepublik China und Thailand sowie den Behörden dieser Länder, den ihr bekannten Herstellern in der Union sowie ihr bekannten Einführern und Verwendern Fragebogen zusenden, um die Informationen einzuholen, die sie für ihre Untersuchung benötigt. Diese Informationen und sachdienlichen Nachweise müssen innerhalb von 37 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union bei der Kommission eingehen.

5.2.    Andere schriftliche Beiträge

Vorbehaltlich der Bestimmungen dieser Bekanntmachung werden alle interessierten Parteien gebeten, ihren Standpunkt unter Vorlage von Informationen und sachdienlichen Nachweisen darzulegen. Sofern nichts anderes bestimmt ist, müssen diese Informationen und sachdienlichen Nachweise innerhalb von 37 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung imAmtsblatt der Europäischen Union bei der Kommission eingehen.

5.3.    Möglichkeit der Anhörung durch die untersuchenden Kommissionsdienststellen

Jede interessierte Partei kann eine Anhörung durch die untersuchenden Kommissionsdienststellen beantragen. Der Antrag ist schriftlich zu stellen und zu begründen. Betrifft die Anhörung Fragen, die sich auf die Anfangsphase der Untersuchung beziehen, so muss der Antrag binnen 15 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Uniongestellt werden. Danach ist eine Anhörung innerhalb der Fristen zu beantragen, welche die Kommission in ihrem Schriftwechsel mit den Parteien jeweils festlegt.

5.4.    Schriftliche Beiträge, Rücksendung ausgefüllter Fragebogen und Schriftwechsel

Der Kommission für die Zwecke von Handelsschutzuntersuchungen vorgelegte Angaben dürfen nicht dem Urheberrecht unterliegen. Bevor interessierte Parteien der Kommission Angaben und/oder Daten vorlegen, für die Urheberrechte Dritter gelten, müssen sie vom Urheberrechtsinhaber eine spezifische Genehmigung einholen, die es der Kommission ausdrücklich gestattet, a) die Angaben und Daten für die Zwecke dieses Handelsschutzverfahrens zu verwenden und b) den interessierten Parteien dieser Untersuchung die Angaben und/oder Daten so vorzulegen, dass sie ihre Verteidigungsrechte wahrnehmen können.

Alle von interessierten Parteien übermittelten schriftlichen Beiträge, die vertraulich behandelt werden sollen, darunter auch die mit dieser Bekanntmachung angeforderten Informationen, die ausgefüllten Fragebogen und sonstige Schreiben, müssen den Vermerk „Limited“ (3) (zur eingeschränkten Verwendung) tragen.

Interessierte Parteien, die Informationen mit dem Vermerk „Limited“ übermitteln, müssen nach Artikel 19 Absatz 2 der Grundverordnung eine nichtvertrauliche Zusammenfassung vorlegen, die den Vermerk „For inspection by interested parties“ (zur Einsichtnahme durch interessierte Parteien) trägt. Diese Zusammenfassung muss so ausführlich sein, dass sie ein angemessenes Verständnis des wesentlichen Inhalts der vertraulichen Informationen ermöglicht. Legt eine interessierte Partei, die vertrauliche Informationen übermittelt, hierzu keine nichtvertrauliche Zusammenfassung im vorgeschriebenen Format und in der vorgeschriebenen Qualität vor, so können diese vertraulichen Informationen unberücksichtigt bleiben.

Interessierte Parteien werden gebeten, alle Beiträge und Anträge, darunter auch gescannte Vollmachten und Bescheinigungen, per E-Mail zu übermitteln; ausgenommen sind umfangreiche Antworten, die auf CD-ROM oder DVD zu speichern und persönlich abzugeben oder per Einschreiben zu übermitteln sind. Verwenden die interessierten Parteien E-Mail, erklären sie sich mit den Regeln für die elektronische Übermittlung von Unterlagen im Leitfaden zum Schriftwechsel mit der Europäischen Kommission bei Handelsschutzuntersuchungen („CORRESPONDENCE WITH THE EUROPEAN COMMISSION IN TRADE DEFENCE CASES“) einverstanden, der auf der Website der Generaldirektion Handel veröffentlicht ist: http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2011/june/tradoc_148003.pdf. Die interessierten Parteien müssen ihren Namen sowie ihre Anschrift, Telefonnummer und eine gültige E-Mail-Adresse angeben und sollten sicherstellen, dass die genannte E-Mail-Adresse zu einer aktiven offiziellen Mailbox des Unternehmens führt, die täglich eingesehen wird. Hat die Kommission die Kontaktdaten erhalten, kommuniziert sie ausschließlich per E-Mail mit den interessierten Parteien, es sei denn, diese wünschen ausdrücklich, alle Unterlagen von der Kommission auf einem anderen Kommunikationsweg zu erhalten, oder die Art der Unterlage macht den Versand per Einschreiben erforderlich. Weitere Regeln und Informationen bezüglich des Schriftverkehrs mit der Kommission, einschließlich der Leitlinien für Übermittlungen per E-Mail, können dem genannten Leitfaden für interessierte Parteien entnommen werden.

Anschrift der Kommission:

Europäische Kommission

Generaldirektion Handel

Direktion H

Büro: CHAR 04/039

1040 Brüssel

BELGIEN

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

6.   Mangelnde Bereitschaft zur Mitarbeit

Verweigert eine interessierte Partei den Zugang zu den erforderlichen Informationen oder erteilt sie die Auskünfte nicht fristgerecht oder behindert sie die Untersuchung erheblich, so können nach Artikel 18 der Grundverordnung positive oder negative Feststellungen auf der Grundlage der verfügbaren Informationen getroffen werden.

Wird festgestellt, dass eine interessierte Partei unwahre oder irreführende Informationen vorgelegt hat, so können diese Informationen unberücksichtigt bleiben; stattdessen können die verfügbaren Informationen zugrunde gelegt werden.

Arbeitet eine interessierte Partei nicht oder nur eingeschränkt mit und stützen sich die Feststellungen daher nach Artikel 18 der Grundverordnung auf verfügbare Informationen, so kann dies zu einem Ergebnis führen, das für diese Partei ungünstiger ist, als wenn sie mitgearbeitet hätte.

Werden die Antworten nicht elektronisch übermittelt, so gilt dies nicht als mangelnde Bereitschaft zur Mitarbeit, sofern die interessierte Partei darlegt, dass die Übermittlung der Antwort in der gewünschten Form die interessierte Partei über Gebühr zusätzlich belasten würde oder mit unangemessenen zusätzlichen Kosten verbunden wäre. Die interessierte Partei sollte unverzüglich mit der Kommission Kontakt aufnehmen.

7.   Anhörungsbeauftragter

Interessierte Parteien können sich an den Anhörungsbeauftragten für Handelsverfahren wenden. Er fungiert als Schnittstelle zwischen den interessierten Parteien und den untersuchenden Kommissionsdienststellen. Er befasst sich mit Anträgen auf Zugang zum Dossier, Streitigkeiten über die Vertraulichkeit von Unterlagen, Anträgen auf Fristverlängerung und Anträgen Dritter auf Anhörung. Der Anhörungsbeauftragte kann die Anhörung einer einzelnen interessierten Partei ansetzen und als Vermittler tätig werden, um zu gewährleisten, dass die interessierten Parteien ihre Verteidigungsrechte umfassend wahrnehmen können.

Eine Anhörung durch den Anhörungsbeauftragten ist schriftlich zu beantragen und zu begründen. Betrifft die Anhörung Fragen, die sich auf die Anfangsphase der Untersuchung beziehen, so muss der Antrag binnen 15 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union gestellt werden. Danach ist eine Anhörung innerhalb der Fristen zu beantragen, welche die Kommission in ihrem Schriftwechsel mit den Parteien jeweils festlegt.

Der Anhörungsbeauftragte bietet den Parteien außerdem Gelegenheit, bei einer Anhörung ihre unterschiedlichen Ansichten zu Fragen vorzutragen, die unter anderem die Warendefinition der geltenden Maßnahmen betreffen, und diesbezügliche Gegenargumente vorzubringen.

Weiterführende Informationen und Kontaktdaten können interessierte Parteien den Webseiten des Anhörungsbeauftragten im Internet-Auftritt der Generaldirektion Handel entnehmen: http://ec.europa.eu/trade/trade-policy-and-you/contacts/hearing-officer/.

8.   Zeitplan für die Untersuchung

Nach Artikel 11 Absatz 5 der Grundverordnung ist die Untersuchung binnen 15 Monaten nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union abzuschließen.

9.   Verarbeitung personenbezogener Daten

Alle bei der Untersuchung erhobenen personenbezogenen Daten werden nach der Verordnung (EG) Nr. 45/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2000 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Organe und Einrichtungen der Gemeinschaft und zum freien Datenverkehr (4) verarbeitet.


(1)  ABl. L 343 vom 22.12.2009, S. 51.

(2)  Durchführungsverordnung (EU) Nr. 430/2013 des Rates vom 13. Mai 2013 zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls und zur endgültigen Vereinnahmung des vorläufigen Zolls auf die Einfuhren von gegossenen Rohrformstücken, Rohrverschlussstücken und Rohrverbindungsstücken, mit Gewinde, aus verformbarem Gusseisen mit Ursprung in der Volksrepublik China und Thailand und zur Einstellung des Verfahrens gegenüber Indonesien (ABl. L 129 vom 14.5.2013, S. 1).

(3)  Eine Unterlage mit dem Vermerk „Limited“ gilt als vertraulich im Sinne des Artikels 19 der Verordnung (EG) Nr. 1225/2009 des Rates (ABl. L 343 vom 22.12.2009, S. 51) und des Artikels 6 des WTO-Übereinkommens zur Durchführung des Artikels VI des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens 1994 (Antidumping-Übereinkommen). Sie ist ferner nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1049/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 145 vom 31.5.2001, S. 43) geschützt.

(4)  ABl. L 8 vom 12.1.2001, S. 1.


VERFAHREN BEZÜGLICH DER DURCHFÜHRUNG DER WETTBEWERBSPOLITIK

Europäische Kommission

25.11.2015   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 392/18


Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses

(Sache M.7829 — Transgourmet/C+C Pfeiffer/Top-Team Zentraleinkauf)

Für das vereinfachte Verfahren infrage kommender Fall

(Text von Bedeutung für den EWR)

(2015/C 392/11)

1.

Am 18. November 2015 ist die Anmeldung eines Zusammenschlusses nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (1) bei der Kommission eingegangen. Danach ist Folgendes beabsichtigt: Das Unternehmen Transgourmet Holding AG („Transgourmet“, Schweiz) übernimmt im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Buchstabe b der Fusionskontrollverordnung durch Erwerb von Anteilen die Kontrolle über die Gesamtheit des Unternehmens C+C Pfeiffer GmbH („C+C Pfeiffer“, Österreich) und die gemeinsame Kontrolle über das Unternehmen Top-Team Zentraleinkauf GmbH („Top-Team“, Österreich).

2.

Die beteiligten Unternehmen sind in folgenden Geschäftsbereichen tätig:

—   Transgourmet: Lebensmittelgroßhandel über Cash&Carry-Märkte und Belieferung

—   C+C Pfeiffer: Lebensmittelgroßhandel über Cash&Carry-Märkte und Belieferung, Getränkegroßhandel über Belieferung, Getränkeeinzelhandel

—   Top-Team: Dienstleistungen in den Bereichen Beschaffung und Vertrieb für Groß- und Einzelhändler

3.

Die Kommission hat nach vorläufiger Prüfung festgestellt, dass das angemeldete Rechtsgeschäft unter die Fusionskontrollverordnung fallen könnte. Die endgültige Entscheidung zu diesem Punkt behält sie sich vor. Dieser Fall kommt für das vereinfachte Verfahren im Sinne der Bekanntmachung der Kommission über ein vereinfachtes Verfahren für bestimmte Zusammenschlüsse gemäß der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates (2) infrage.

4.

Alle betroffenen Dritten können bei der Kommission zu diesem Vorhaben Stellung nehmen.

Die Stellungnahmen müssen bei der Kommission spätestens 10 Tage nach dieser Veröffentlichung eingehen. Sie können bei der Kommission unter Angabe des Aktenzeichens M.7829 — Transgourmet/C+C Pfeiffer/Top-Team Zentraleinkauf per Fax (+32 22964301), per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) oder per Post an folgende Anschrift übermittelt werden:

Europäische Kommission

Generaldirektion Wettbewerb

Registratur Fusionskontrolle

1049 Bruxelles/Brussel

BELGIQUE/BELGIË


(1)  ABl. L 24 vom 29.1.2004, S. 1 („Fusionskontrollverordnung“).

(2)  ABl. C 366 vom 14.12.2013, S. 5.


Redaktion

Das LandesPressePortal (LPP) ist ein unabhängiges Presseportal für Parteien, Fraktionen und Ministerien in der Bundesrepublik Deutschland.

Um Presse-Meldungen auf dem LandesPressePortal zu veröffentlichen, senden Sie diese per Email (ggf. als Word-Dokument -Bitte kein PDF- und eventuell einem Bild im JPEG-Format mit mind. 1000 x 600 Pixel) an redaktion@landespresseportal.de. Grundsätzlich ist die Veröffentlichung von Presse-Meldungen auf dem LPP kostenlos. Die Redaktion bzw. der Seiteninhaber distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen veröffentlichten Video- & Presse-Meldungen und den Ton-, Bild- & Logo-Rechten. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion bzw. der Seitenbetreiber.

 

 

Weitere Videos der Redaktion

Ähnliche Artikel

  • Brücken statt Mauern bauen - Zukunft der EU
    Zukunft der EU Brücken statt Mauern bauen   Zur heutigen Aktuellen Debatte „Die Zukunft der EU 60 Jahre nach der Unterzeichnung der Römischen Verträge“ erklärt der europapolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt, Markus Kurze:  „Wir sollten die Europäische Union als sich weiterentwickelndes Gebilde begreifen und aus Steinen, die uns in den…
  • Dreitägiger Informationsbesuch an der konfliktreichen Ostgrenze der EU
    Der Vorstand der SPD-Landtagsfraktion reist am Dienstag (21. März 2017) für drei Tage in das zwischen Russland und EU zerrissene Land Moldawien. Ziel des Informationsbesuchs ist es, die schwierige Situation an der Ostgrenze der EU aus eigener Anschauung zu erleben. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher erläutert: „Für mich ist diese Reise eine gedankliche…
  • Dieser schwarze Tag für Europa muss ein Weckruf für die EU sein
    Die Briten haben sich in einem Referendum mehrheitlich gegen den Verbleib in der Europäischen Union ausgesprochen. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Ingo Senftleben, bedauerte die britische Abkehr vom Jahrhundertprojekt Europäische Union und appellierte, dass die Verantwortlichen in Europa diesen Weckruf verstehen. „Die Diskussionen im Vorfeld der Abstimmung waren stark aufgeheizt und…
  • Aussteigen wollen und weiterhin von der EU profitieren, geht nicht
    Zum Ausgang des Referendums in Großbritannien, betont die europapolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Antje Grotheer: „Der bisherige Stand der Stimmauszählung macht deutlich: Die Mehrheit der Briten will aus der EU aussteigen. Ein schlechter, ein bitterer Tag für die Europäische Union – und für Großbritannien. Die Parolen der Brexit-Befürworter haben genau das…
  • Wir sind dazu verpflichtet die Werte der EU zu fördern
    Wir sind dazu verpflichtet die Werte der EU zu fördern und ihre Einhaltung zu gewährleisten   Lange Zeit war es in politischen Kreisen sehr beliebt den europäischen Einigungsprozess in Sonntagsreden in den höchsten Tönen zu preisen und im politischen Alltag immer dann kräftig auf „Brüssel“ zu schimpfen, wenn es galt,…
  • Deal mit der Türkei ist inhuman und missachtet internationales Recht
    Zu den seit heute im Rahmen eines Deals zwischen der EU und der Türkei sattfindenden Abschiebungen von Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei erklärt Ulrich Wilken, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:   „Der Deal zwischen der EU und der türkischen Regierung ist ein Frontalangriff auf Menschenrechte,…
  • EU-Politik gefährdet Menschenleben
    Ausstellung von Ärzte ohne Grenzen im Weltcafé in Stuttgart Krieg, Verfolgung, Armut - es gibt viele Gründe, weshalb Menschen ihre Heimat verlassen und fliehen. In der Europäischen Union sind sie jedoch nicht erwünscht, eine legale Einreise ist für die meisten nicht möglich. Von Grenzen lassen sich die Menschen jedoch nicht…
  • Amtsblatt der Europäischen Union C 98
    ISSN 1977-088X Amtsblatt der Europäischen Union C 98   Ausgabe in deutscher Sprache Mitteilungen und Bekanntmachungen 59. Jahrgang14. März 2016 Informationsnummer Inhalt Seite   IV   Informationen     INFORMATIONEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION     Gerichtshof der Europäischen Union   2016/C 098/1 Letzte Veröffentlichungen des Gerichtshofs der…
  • Amtsblatt der Europäischen Union - L 57
      ISSN 1977-0642 Amtsblatt der Europäischen Union L 57   Ausgabe in deutscher Sprache Rechtsvorschriften 59. Jahrgang3. März 2016 Inhalt   II   Rechtsakte ohne Gesetzescharakter Seite     VERORDNUNGEN       Durchführungsverordnung (EU) 2016/297 der Kommission vom 2. März 2016 zur Festlegung pauschaler Einfuhrwerte für die Bestimmung der für bestimmtes…
  • Gabriel: Transparenz über EU-Vorhaben für den Mittelstand durch EU-Mittelstandsmonitor
    28 von insgesamt 89 Vorhaben aus dem Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission sind für denMittelstand besonders wichtig. Dies geht aus dem aktuellen EU-Mittelstandsmonitor (PDF: 875 KB) hervor, der gemeinsam durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Wirtschaftsverbände erstellt wurde. Die Vorhaben in 2016 betreffen insbesondere Maßnahmen, die zur Umsetzung der Binnenmarktstrategie, der…
  • Amtsblatt der Europäischen Union - C 16
    Amtsblatt der Europäischen Union C 16   Ausgabe in deutscher Sprache Mitteilungen und Bekanntmachungen 59. Jahrgang18. Januar 2016 Informationsnummer Inhalt Seite   IV Informationen     INFORMATIONEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION     Gerichtshof   2016/C 016/01 Letzte Veröffentlichungen des Gerichtshofs der Europäischen Union im…
  • DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) 2015/2452 DER KOMMISSION
  • Amtsblatt der Europäischen Union L 317
      ISSN 1977-0642 Amtsblatt der Europäischen Union L 317   Ausgabe in deutscher Sprache Rechtsvorschriften 58. Jahrgang3. Dezember 2015 Inhalt   II   Rechtsakte ohne Gesetzescharakter Seite     INTERNATIONALE ÜBEREINKÜNFTE     * Beschluss (EU) 2015/2226 des Rates vom 26. Oktober 2015 über die Unterzeichnung — im Namen der Europäischen Union —…
  • Amtsblatt der Europäischen Union L 64
      ISSN 1977-0642 Amtsblatt der Europäischen Union L 64   Ausgabe in deutscher Sprache Rechtsvorschriften 58. Jahrgang7. März 2015 Inhalt   II   Rechtsakte ohne Gesetzescharakter Seite     INTERNATIONALE ÜBEREINKÜNFTE     * Beschluss (EU) 2015/372 des Rates vom 8. Oktober 2014 über die Unterzeichnung — im Namen der Union und ihrer…
  • Amtsblatt der Europäischen Union C 388
      ISSN 1977-088X Amtsblatt der Europäischen Union C 388   Ausgabe in deutscher Sprache Mitteilungen und Bekanntmachungen 58. Jahrgang21. November 2015 Informationsnummer Inhalt Seite   II   Mitteilungen     MITTEILUNGEN DER ORGANE, EINRICHTUNGEN UND SONSTIGEN STELLEN DER EUROPÄISCHEN UNION     Europäische Kommission   2015/C 388/01 Keine Einwände gegen einen angemeldeten Zusammenschluss…

Copyright © Landespresseportal.de. Alle Rechte vorbehalten.

Top Desktop version