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Die Terroristen sind Feinde aller freien Menschen, ja sie sind Feinde aller Menschlichkeit

"Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Angehörigen der Opfer, bei den Verletzten", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihnen wolle sie sagen: "Sie sind nicht allein; wir stehen an Ihrer Seite und wünschen Ihnen Trost und Kraft bei dieser schweren Prüfung."

"Wir werden alles tun, um natürlich die schnellstmögliche Hilfe zusammen mit der Türkei zu organisieren", sagte sie. Die Betroffenen seien Mitglieder einer Reisegruppe, sagte Merkel.

Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hätten ihr telefonisch "das tiefe Beileid der türkischen Regierung, aber auch des türkischen Volkes übermittelt." Die Deutschen, so Merkel, gedächten auch der türkischen Opfer bei diesem und bei früheren Attentaten. "Wir Deutschen fühlen uns den Menschen in der Türkei in Solidarität verbunden."

Entschlossen gegen Terrorismus vorgehen

Merkel verurteilte den Terroranschlag als "grausam" und "menschenverachtend". "Wir müssen feststellen: Heute traf es Istanbul, es traf Paris, es traf Tunesien, es traf auch Ankara schon, das heißt, der internationale Terrorismus zeigt sich heute wieder einmal mit seinem grausamen und menschenverachtenden Gesicht."

Neben der Trauer zeige der Anschlag auch weiterhin die Notwendigkeit, entschlossen gegen Terrorismus vorzugehen. "Das wird uns leiten - auch bei allen Aufklärungsarbeiten, die wir jetzt durchführen", so Merkel.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier bekräftigte: "Wir dürfen und wir werden uns von Mord und Gewalt nicht einschüchtern lassen. Im Gegenteil: Gemeinsam mit unseren Partnern auf der Welt werden wir auch weiter dem Terror auf allen Ebenen entgegentreten: Mit den Mitteln von Polizei und Rechtsstaat, und im Kampf um die Köpfe junger Menschen."

 

Anschlag zielte ins Herz Istanbuls

Steinmeier erklärte: "Wir verurteilen diesen barbarischen, feigen Akt des Terrors auf das Schärfste. Er zielte mitten in das Herz der türkischen Metropole Istanbul, die wir alle für ihre Weltoffenheit schätzen. Wir stehen in diesen Stunden fest an der Seite der Türkei. Wir trauern um die Opfer dieses mörderischen Anschlags."

Dem schlossen sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Bundesjustizminister Heiko Maas an. Maas: der "barbarische Anschlag trifft das Herz von Istanbul. Wir stehen fest an der Seite der Türkei und trauern mit den Familien der Opfer."

Krisenstab im Auswärtigen Amt

Jetzt gelte es, rasche Aufklärung über die Täter und die Hintergründe zu erlangen, so Steinmeier. Der Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt sei sofort zusammengetreten. Er arbeite gemeinsam mit dem Generalkonsulat Istanbul und der Deutschen Botschaft Ankara mit Hochdruck daran, belastbare Erkenntnisse über den Anschlag und das Schicksal der Betroffenen zu erlangen. "Wir stehen hierzu im engsten Kontakt mit den türkischen Behörden", erklärte der Außenminister.

Schweigeminute im Bundeskabinett

Das Bundeskabinett kam am Dienstagabend zu einer Sondersitzung zusammen. Thema war der Stand der Ermittlungen und die Hilfe an die Betroffenen. Die Kabinettsmitglieder gedachten der Opfer der Anschläge in einer Schweigeminute. 

 

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