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Mehrkosten bei Staatsoper überwiegend durch schlechte Bausubstanz

Mit Abschluss der gestrigen Sitzung hat der Untersuchungsausschuss Staatsoper mittlerweile 32 Zeugen vernommen. In der voraussichtlich vorletzten Zeugenvernehmung wurden Frau Ariane Albers von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und Herr Harald Zöllmer, seinerzeit bei der Kulturverwaltung, angehört. Die Sprecherin der SPD-Fraktion im Ausschuss, Ülker Radziwill, und der Sprecher der CDU-Fraktion, Matthias Brauner, erklären hierzu:

 

„Heute wurde erneut bestätigt, dass der überwiegende Teil der Mehrkosten bei der Sanierung der Staatsoper auf die schlechte Bausubstanz und unerwartete Funde im Baugrund zurückzuführen ist. Auch wurde deutlich, dass die Errichtung des unterirdischen Bauwerks aus Sicht der Beteiligten erforderlich war. Das unterirdische Bauwerk sei die „Schlagader“ des Opernhauses. Aufgrund des Platzmangels im Bühnenhaus würden die wesentlichen Leitungen durch das unterirdische Bauwerk geführt. Auch für den Transport der Kulissen zwischen Haupt- und Probebühne sowie den Transport von Künstlern, Instrumenten und Kostümen sei es unverzichtbar.

 

Nachvollziehbar wurde auch der Austausch des Projektsteuerers im Sanierungsprojekt erklärt. Frau Albers konnte gut nachvollziehbar die Gründe für den Austausch erklären. So sei das Vertrauen in den ehemaligen Projektsteuerer im Laufe der Bauphase grundlegend erschüttert worden. Mit dem neuen Projektsteuerer seien dann deutliche Verbesserungen erreicht worden, z.B. bei der Gesamtsteuerung der beteiligten Firmen und im Berichtswesen.

Im Ausschuss wurde gestern auch erneut bestätigt, dass die Existenz von Holzpfählen im Baugrund des unterirdischen Bauwerkes vorher nicht vermutet werden konnte. Allein dieser Fund zog eine Verzögerung von ca. sechs Monaten nach sich.

Harald Zöllmer sagte dem Ausschuss, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung immer auf die Einhaltung des Budgets geachtet habe. Zusätzliche Wünsche der Nutzer seien nur dann aufgenommen worden, wenn sie möglichst nichts gekostet hätten."

Redaktion

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