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Über 700.000 Flüchtlinge in Äthiopien

Seit Ende November 2015 kommt es, mit kurzen Unterbrechungen, in einigen Städten der Region Oromia sowie im unmittelbaren Umfeld der Hauptstadt Addis Abeba zu Massendemonstrationen..  Insbesondere kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen der Bevölkerung mit Sicherheitskräften, auch mit Toten und Verletzten. Von einer latenten Eskalationsgefahr wird ausgegangen. Aufflammende Unruheherde werden i.d.R. von Sicherheitskräften zügig unterbunden.

Straßenblockaden der Demonstranten und die Abriegelung von Gebieten durch die Polizei, schränken den Straßenverkehr in der Region häufig ein. Gegenmaßnahmen der Polizei bei Protestaktionen, wie gewaltsames Räumen und Massenfestnahmen, können auch unbeteiligte Personen in Gefahr bringen.

In jüngerer Zeit ist es auch in der Nähe von Moscheen in Addis Abeba (insbes. Merkato) zu Demonstrationen gekommen, die zum Teil zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften führten.

Reisenden wird deshalb geraten, sich von den Orten der Auseinandersetzungen fern zu halten, Menschenansammlungen zu meiden und ggf. geschützte Bereiche aufzusuchen sowie nicht notwendige Reisen in die Region Oromia zu vermeiden.

Vor allem in den Randgebieten des Landes kommt es immer wieder zu Unruhen. In der Somali Region (Ogaden) im Osten, führt die äthiopische Armee bewaffnete Einsätze gegen Mitglieder der ONLF durch (siehe auch Reisen über Land).

Im Grenzgebiet zu Somalia ist aufgrund möglicher militärischer Aktionen gegen Kämpfer der radikalislamistischen Terrororganisation al-Shabaab auch grenzüberschreitend mit größeren Truppenbewegungen zu rechnen.

In der Gambella-Region wurden in letzter Zeit vermehrt sicherheitsrelevante Zwischenfälle, Stammeskonflikte und gewalttätige Auseinandersetzungen berichtet, teilweise auch ausgehend von Stammesgruppen aus Südsudan. Bei einem Überfall waren auch ausländische Staatsangehörige betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Reisen wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren. Im Grenzgebiet nördlich der Stadt Gambella besteht ferner erhebliche Minengefahr. Das Grenzgebiet zu Südsudan sollte gemieden werden.

In der Selamago Region (Süd Omo) wird zu stark erhöhter Vorsicht bei Reisen westlich von Jinka geraten. Bei Reisen in der Süd Omo Zone abseits der touristischen Routen wird dringend empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.

Äthiopien [ʔɛˈtʰi̯oːpʰi̯ən] (amharisch ኢትዮጵያ Ityop̣p̣əya, aus griechisch Αἰθιοπία Aithiopia) ist ein Binnenstaat im Osten Afrikas. Zur Zeit des Kaiserreiches war er im Ausland auch als Abessinien (seltener auch Abyssinien) bekannt, was als kulturgeographischer Begriff eigentlich nur das Hochland bezeichnet. Er grenzt an Eritrea, den Sudan, den SüdsudanKeniaSomalia und Dschibuti. Gemessen an der Einwohnerzahl ist das Land der größte Binnenstaat der Welt. Äthiopien nimmt auf dem Human Development Index aktuell (Stand 2013) den Platz 173 (von insgesamt 187 Ländern, für die Informationen vorliegen) ein.

Die Geschichte Äthiopiens reicht bis ins 9. Jahrhundert v. Chr. zurück. Abgesehen von einer fünfjährigen Besetzung vor und während des Zweiten Weltkrieges durch das damals faschistische Königreich Italien war das damalige Kaiserreich Abessinien der einzige Staat Afrikas, der nie unter europäische Kolonialherrschaft gefallen war. Nach dem Zweiten Weltkrieg modernisierte Kaiser Haile Selassie das Land teilweise. 1974 wurde die Monarchie gestürzt; darauf folgte ein kommunistisches Regime. 1991 stürzten die nach Ethniengetrennten Rebellengruppen EPRDFTPLF und EPLF unter Führung von Meles Zenawi die vom Ostblock unterstützte Militärdiktatur in einem Bürgerkrieg.

Die EPRDF hat sich als Regierungspartei etabliert und regiert unter einem föderalen System weiterhin weitgehend autoritär.

Redaktion

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