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Die Bundesregierung ist zutiefst beunruhigt über die jüngsten Entwicklungen in der Türkei

"Wir sind zutiefst beunruhigt über die jüngsten Entwicklungen in der Türkei", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Versuch des türkischen Militärs, die Macht im Land zu übernehmen. "Alle Versuche, die demokratische Grundordnung der Türkei mit Gewalt zu verändern, verurteile ich auf das Schärfste."

Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte via Twitter aus der Mongolei, dass die demokratische Ordnung in der Türkei respektiert werden müsse. "Alles muss getan werden, um Menschenleben zu schützen." Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich derzeit beim ASEM-Gipfel in Ulan Bator befindet, sei in laufendem Kontakt mit Außenminister Steinmeier sowie Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Kanzleramtsminister Peter Altmaier.

Teile des türkischen Militärs haben am Freitagabend versucht, die Macht im Land zu übernehmen. Bei dem versuchten Militärputsch wurden in der Nacht zu Samstag vermutlich mehr als einhundert Menschen getötet. Die türkische Regierung erklärte, dass die gewählte Regierung weiter an der Macht sei.

Weiteres Blutvergießen verhindern

Der Außenminister rief alle Beteiligten dazu auf, die demokratischen Institutionen der Türkei zu respektieren und die verfassungsmäßige Ordnung zu achten. "Alle Verantwortlichen müssen sich an die demokratischen und rechtsstaatlichen Spielregeln halten", so Steinmeier. Weiteres Blutvergießen müsse verhindert werden. Es sei ermutigend, dass sich die im türkischen Parlament vertretenen Parteien zu den demokratischen Prinzipien bekannt haben.

In Berlin beobachtet der Krisenstab im Auswärtigen Amt die Entwicklung der Lage in der Türkei.

Redaktion

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