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Bilanz der Marktwächter Digitale Welt und Finanzen

„In dieser Legislaturperiode ist es uns gelungen, eine neue und schlagkräftige Verbraucherschutzstruktur aufzubauen. Der Dreiklang aus Warnen, über Risiken aufklären und die Verbraucherinnen und Verbraucher schützen, zeigt Wirkung. Mit den Marktwächtern Finanzen und Digitale Welt haben wir zwei besonders im Fokus stehende Themengebiete ausgewählt“, so Ulrich Kelber.

Dass beide Angebote sehr gut von den Verbraucherinnen und Verbrauchern angenommen werden, belegen die Untersuchung der Verbraucherzentrale. Klaus Müller nennt in seinen Ausführung Zahlen: Über 6800 auffällige Meldungen gingen im Frühwarnnetzwerk ein. Das sind 100 bis 200 pro Woche. Sieben Untersuchungsberichte hat der vzbv dazu vorgelegt, zahlreiche Gespräche mit Behörden, Anbietern und Experten wurden geführt.

Diese enorme Breitenwirkung lobt auch der Parlamentarische Staatssekretär, Ulrich Kelber:

„Die Verbraucherzentralen bringen hier ihr Wissen ein, das bei den Marktwächtern zusammen getragen und systematisch ausgewertet wird. Sie können schnell auf Fehlentwicklungen reagieren und ermöglichen es, dass sich Anbieter und Verbraucher auf Augenhöhe begegnen. So funktioniert eine wirkungsvolle, realitätsnahe und gut verzahnte Verbraucherschutzpolitik.“

Aus der Masse dieser Beschwerden analysieren die Marktwächter, ob strukturelle Missstände vorliegen. Wird ein Problem erkannt, nutzen die Marktwächter unterschiedliche Möglichkeiten: Schnelle Warnungen helfen, Verbraucher auf konkrete Maschen oder Anbieter aufmerksam zu machen – seit Jahresbeginn bereits sechs Mal. So beispielsweise die Warnung vor teuren aber nutzlosen Dienstleistern, die Rückabwicklungen von Versicherungen anbieten. Im Frühwarnnetzwerk nahmen Fälle zu, die zeigten, dass diese Hilfestellung kaum Mehrwert für Verbraucher bietet und diese solche Angebote meiden sollten.

Kelber sprach sich für eine Weiterfinanzierung dieser wichtigen Projekte über das Jahr 2017 aus: „Das würde ich sehr begrüßen. Zudem sind beide bestehenden Marktwächter gute Blaupausen für andere mögliche Marktwächter-Projekte – z.B. in den Bereichen Gesundheit und Energie.“

Hintergrund
Das Ziel der im März 2015 gestarteten Marktwächter Projekte ist die verbraucherorientierte Marktbeobachtung. Als Frühwarnsystem helfen die Marktwächter, strukturelle Verbraucherprobleme früher zu erkennen und darauf aufmerksam zu machen. Beide Projekte konnten seit Projektstart bereits Missstände aufdecken und Verbraucher warnen, befinden sich parallel aber planmäßig noch bis Ende 2017 im Aufbau. Insgesamt untersuchen fünf Schwerpunkt-Verbraucherzentralen den Finanzmarkt: Baden-Württemberg (Geldanlage und Altersvorsorge), Bremen (Immobilienfinanzierung), Hamburg (Versicherungen), Hessen (Grauer Kapitalmarkt) und Sachsen (Bankdienstleistungen und Konsumentenkredite). Der Marktwächter Digitale Welt setzt sich aus fünf Schwerpunktverbraucherzentralen zusammen: Bayern (Digitale Dienstleistungen), Brandenburg (Digitaler Wareneinkauf), Nordrhein-Westfalen (Nutzergenerierte Inhalte), Rheinland-Pfalz (Digitale Güter) und Schleswig Holstein (Telekommunikationsdienstleistungen). Insgesamt arbeiten in den Schwerpunktverbraucherzentralen und beim Verbraucherzentrale Bundesverband knapp 100 Mitarbeiter an der Marktbeobachtung. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) fördert die Maßnahmen mit insgesamt 10 Mio. Euro jährlich.

Redaktion

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