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Erzeugerpreise November 2016: + 0,1 % gegenüber November 2015

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im November 2016 um 0,1 % höher als im November 2015. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies die erste positive Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr seit Juni 2013 (+ 0,1 %). Gegenüber dem Vormonat Oktober stiegen die Erzeugerpreise um 0,3 %.

Die Preise für Energie sanken im November 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 %. Gegenüber Oktober 2016 stiegen sie um 0,3 %. Elektrischer Strom war 5,4 % teurer als im November 2015, hingegen waren Mineralölerzeugnisse 1,9 % billiger, Erdgas sogar 10,4 %.

Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise um 0,8 % höher als im November des Vorjahres. Gegenüber Oktober 2016 stiegen sie um 0,3 %.


 

Besondere Preisentwicklungen bei Energie im November 2016
 Veränderung in % gegenüber
November 2015Oktober 2016
Erdgas (Verteilung) – 10,4  0,1
darunter:
für die Industrie – 12,8 – 0,3
für Wiederverkäufer – 12,0  0,9
für Haushalte – 4,2 – 0,3
Mineralölerzeugnisse – 1,9 – 2,4
darunter:
Leichtes Heizöl – 4,7 – 8,4
Dieselkraftstoff – 2,6 – 2,5
Motorenbenzin – 2,4 – 2,4
Bitumen aus Erdöl 6,3 2,2
Elektrischer Strom 5,4 1,4
darunter:
für Sondervertragskunden 7,5 2,3
für Weiterverteiler 5,9 1,3
für Haushalte 1,4 0,0

Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren im November 2016 um 0,4 % teurer als im November 2015. Gegenüber dem Vormonat Oktober stiegen diese Preise um 0,6 %. Metalle insgesamt kosteten 2,0 % mehr als im November 2015 (+ 1,8 % gegenüber Oktober 2016). Dabei war Walzstahl um 1,9 % teurer als im Vorjahr (+ 1,4 % gegenüber Oktober 2016), Nicht-Eisenmetalle und Halbzeug daraus waren sogar 5,9 % teurer als im November 2015. Darunter verteuerte sich Kupfer und Halbzeug daraus gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,6 %, allein gegenüber Oktober 2016 stiegen diese Preise um 9,7 %. Dagegen verbilligte sich Getreidemehl gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 %, Futtermittel für Nutztiere kosteten 5,9 % weniger als im November 2015. Auch chemische Grundstoffe waren mit – 0,9 % billiger als im Vorjahresmonat.

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im November 2016 um 1,5 % höher als im November 2015 und stiegen gegenüber Oktober 2016 um 0,3 %. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 2,0 % mehr (+ 0,4 % gegenüber Oktober 2016). Einen besonders starken Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat wies wieder Butter mit einem Plus von 40,7 % auf (+ 5,1 % gegenüber Oktober 2016). Zucker kostete 7,1 % mehr als im Vorjahresmonat (+ 0,5 % gegenüber Oktober 2016). Fleisch ohne Geflügel war um 6,7 % teurer als im November 2015, jedoch gaben die Preise gegenüber dem Vormonat um 2,1 % nach. Dagegen war Milch 0,7 % billiger als im November 2015, gegenüber Oktober 2016 stiegen die Milchpreise aber um 7,5 %.

Investitionsgüter waren im November 2016 um 0,6 % teurer als im November 2015 (+ 0,1 % gegenüber Oktober 2016), Gebrauchsgüter um 1,0 % (unverändert gegenüber Oktober 2016).

Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz)
– Deutschland –
Jahr / Monat2010 = 100Veränderung in % gegenüber
VorjahresmonatVormonat
2015 November 102,9 – 2,5 – 0,2
Dezember 102,4 – 2,3 – 0,5
2016 Januar 101,7 – 2,4 – 0,7
Februar 101,2 – 3,0 – 0,5
März 101,2 – 3,1 0,0
April 101,3 – 3,1 0,1
Mai 101,7 – 2,7 0,4
Juni 102,1 – 2,2 0,4
Juli 102,3 – 2,0 0,2
August 102,2 – 1,6 – 0,1
September 102,0 – 1,4 – 0,2
Oktober 102,7 – 0,4 0,7
November 103,0 0,1 0,3
davon:
Vorleistungsgüter 101,5 0,4 0,6
Investitionsgüter 105,0 0,6 0,1
Gebrauchsgüter 108,6 1,0 0,0
Verbrauchsgüter 109,9 1,5 0,3
Energie 98,4 – 1,7 0,3

Methodische Hinweise:
Der Index misst die Entwicklung der Preise für die vom Bergbau, vom Verarbeitenden Gewerbe sowie von der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland erzeugten und im Inland verkauften Produkte. Er stellt damit die Preisveränderungen in einer frühen Phase des Wirtschaftsprozesses dar. Erhebungsstichtag ist jeweils der 15. des Berichtsmonats. Weitere Hinweise befinden sich in den Erläuterungen zur Statistik.

Redaktion

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