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Sigmar Gabriel: Energiewende ist längst kein nationales Projekt mehr

Außenminister Sigmar Gabriel und Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries eröffnen heute den dritten „Berlin Energy Transition Dialogue“ im Auswärtigen Amt in Berlin. Zahlreiche Ministerinnen und Minister, unter anderem aus Argentinien, China, Dänemark, Kuba und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie hochrangige Delegationen, Wirtschaftsvertreter und Gäste aus mehr als 93 Staaten werden erwartet. Die internationale Energiewende-Konferenz wird von der Bundesregierung gemeinsam mit dem Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE), dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar), dem Beratungsunternehmen eclareon sowie der Deutschen Energie Agentur (dena) veranstaltet und von einem umfangreichen Begleitprogramm flankiert. Am morgigen zweiten Tag wird von Seiten der Bundesregierung Umweltministerin Barbara Hendricks sprechen.

Ziel der Konferenz ist, inhaltliche Impulse für die Energieagenda der deutschen Regierung im G20-Prozess zu setzen. Hierzu werden die Internationale Energieagentur (IEA) und die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) auf der Konferenz ihre Studie „Perspectives for the Energy Transition: Investment Needs for a Low Carbon Energy System“ vorstellen. Die Studie wurde mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt und untersucht, welche Investitionen für das Erreichen der Pariser Klimaziele notwendig sind und wie Fehlinvestitionen in klimaschädliche Energietechnologien vermieden werden können.

Bundesaußenminister Gabriel erklärte dazu: „Die Energiewende ist längst kein nationales Projekt mehr. Sie ist eine globale Aufgabe, ein Auftrag an uns alle und eine Chance für eine Zukunft in Wohlstand und Stabilität. Für uns Deutsche ist die Energiewende auch ein großer Exportschlager, das merke ich immer wieder, wenn ich bei meinen Auslandsreisen darauf angesprochen werde. 
Deshalb wollen wir heute im Auswärtigen Amt mit unseren Partnern ins Gespräch kommen, um gemeinsam zu diskutieren, wie wir die globale Energiewende weltweit voran bringen. Wir wollen unsere Erfahrungen teilen, aber auch von anderen lernen. Das entspricht auch dem Geist der deutschen G20-Präsidentschaft. Denn Energiepolitik ist kein Thema, das sich in nationalen Grenzen besprechen lässt. Den Klimawandel bekämpfen wir nicht mit Zäunen und Abschottung, sondern mit internationaler Zusammenarbeit. Wir brauchen den Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft - und das über Landesgrenzen hinweg. Dafür ist der Berlin Energy Transition Dialogue genau die richtige Plattform.“

Bundeswirtschaftsministerin Zypries: „Die Energiewende ist unser Weg hin zu mehr Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Dieser Umbau unserer Energieversorgung ist Kern der deutschen Energiewende und längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Gegenwart. Wir müssen in Investitionszyklen denken. Dazu gehört auch, die richtigen Investitionsanreize in nachhaltige Technologien zu setzen. Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind der neue Investitionsstandard. Auf dem Berlin Energy Transition Dialogue wollen wir mit anderen Regierungsvertretern, aber auch Wirtschaftsvertretern diskutieren, wie sich die Investitionsströme effizient von konventionellen in erneuerbare Energien umleiten lassen und zwar so, dass wir auch weiterhin eine sicherer, bezahlbare Energieversorgung garantieren können.“

Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE): „Erneuerbare Energien sind nicht nur die ökologisch, sondern auch die ökonomisch klügere Alternative – denn sie schaffen nachhaltige Arbeitsplätze, sorgen für Innovation und sind ein Gewinn für alle, die sich hier engagieren und zwar weltweit.“

Auf der Konferenz sprechen unter anderem:

  • Der Vizekanzler und Bundesminister des Auswärtigen, Sigmar Gabriel
  • Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries
  • Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Barbara Hendricks
  • Der Executive Direktor der Internationalen Energie Agentur (IEA), Fatih Birol
  • Der Generaldirektor der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA), Adnan Amin
  • Die Generalsekretärin des Klimasekretariats (UNFCCC), Patricia Espinosa
  • Der Vorsitzende des Chinesischen Energieministeriums, Nur Bekri
  • Ministerinnen und Minister weiterer Staaten
  • Investoren internationaler Anlagegesellschaften

Den aktuellen Stand des Programms und des Begleitprogramms sowie der Rednerliste finden Sie unter www.energiewende2017.com. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Redaktion

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