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Zugang zu medizinischer Versorgung ist in ganz Syrien nicht mehr gesichert

Gewöhnliche Erkrankungen oder kleine Unfälle können zur tödlichen Bedrohung werden. In weiten Teilen Syriens ist das Gesundheitssystem zusammengebrochen. Deutschland finanziert Hilfsprojekte, um die medizinische Grundversorgung von tausenden Menschen abzusichern.

Noch immer fliehen zahlreiche Menschen vor der Gewalt aus dem Norden Syriens. Im türkisch-syrischen Grenzgebiet sitzen die Millionen Menschen fest. Ihre Situation ist bedrückend. Die vom jahrelangen Krieg übrig gebliebenen Trümmer des syrischen Gesundheitssystems können nicht einmal mehr die ansässige Bevölkerung der Region versorgen. Unter dem Andrang der aus anderen Landesteilen fliehenden Menschen sind die wenigen verbliebenen Ärzte und Krankenstationen vollkommen überlastet.

Der Zugang zu grundlegendster medizinischer Versorgung ist in ganz Syrien nicht mehr gesichert. Seit dem Ausbruch des Krieges wurden hunderte von Angriffe auf Rettungsdienste, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen registriert. Weniger als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen sind noch funktionsfähig. Vor dem Krieg war in Syrien statistisch ein Arzt für die Versorgung von 600 Menschen zuständig. Durch die jahrelange Zerstörung und Gewalt ist die Ärztedichte mittlerweile auf 1:4000 gesunken. Weite Teile der Bevölkerung sind in medizinischen Notfällen ganz auf sich gestellt. Kleine Unfälle, Geburten oder gewöhnliche Erkrankungen werden so zu einem lebensbedrohlichen Risiko.

Das Auswärtige Amt investiert darum in humanitäre Projekte des "Malteser Hilfsdienst e.V.", die den Zugang zur Gesundheitsversorgung maßgeblich verbessern. Dafür werden zum Beispiel Blutkonserven und medizinischer Sauerstoff bereitgestellt, die für lebensrettende Operationen unerlässlich sind. Außerdem werden Medikamente ausgegeben und medizinisches Fachpersonal ausgebildet. Eine Million Menschen, die im Einzugsbereich des Hilfsprojekts leben, erhalten so Zugang zu gesicherter medizinischer Versorgung. Monatlich können so rund 4.500 Menschen direkt von den Behandlungen profitieren, die so möglich werden: fachärztliche chirurgische Eingriffe, Entbindungen und Kaiserschnitte.

Durch den Zugang zu der Projektregion konnte der "Malteser Hilfsdienst e.V." außerdem Notunterkünfte für 10.000 Menschen bereitstellen und an 5.000 Menschen Decken ausgeben, um sich gegen die kalten Temperaturen im Winter zu schützen.

Redaktion

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