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EU und Japan verabschieden Grundsatzvereinbarung über ein Freihandelsabkommen

Nach mehr als vierjährigen Verhandlungen haben sich die EU und Japan am Donnerstag im Grundsatz auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder:

„Das Freihandelsabkommen zwischen Japan und der EU ist ein starkes politisches Signal gegen Protektionismus und für die Öffnung der Märkte. Dass die Einigung im Vorfeld des G20-Gipfels in Hamburg erreicht wurde, kann ebenfalls als deutliche Botschaft gelesen werden. Als langjähriger Freund Japans und Befürworter des Abkommens freue ich mich besonders über den Verhandlungserfolg beider Seiten.

Ich bin überzeugt davon, dass mit dem Abbau von Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen sowie mit der Angleichung der Normen und Standards das Wachstum auf beiden Seiten gestärkt wird. Immerhin handelt es sich bei der EU um den größten Wirtschaftsraum und bei Japan um die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Zusammen stehen sie für mehr als ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung. Die ohnehin engen Handelsbeziehungen können mit dem Abkommen ausgedehnt werden auf bislang umstrittene Bereiche wie die Landwirtschaft und die Automobilindustrie.

Die Wachstumsimpulse, die wir uns erhoffen, sind immer auch verbunden mit der Schaffung von Arbeitsplätzen. Außerdem können wir mit solchen Freihandelsabkommen Maßstäbe setzen mit Blick auf Arbeitsschutz, Umweltschutz und Verbraucherschutz. Nachdem die EU bereits erfolgreich war beim Abschluss des Freihandelsabkommens mit Kanada, ist die Grundsatzvereinbarung mit Japan ein weiterer besonders wichtiger Schritt. Ich würde mir wünschen, dass auch die Verhandlungen mit den USA über TTIP wiederaufgenommen werden.“

Redaktion

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