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Niedriglöhne: Mehr faire Beschäftigung, Mindestlohn durchsetzen

Zu den neuesten Daten des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) zu Niedriglohnbeschäftigung und Mindestlohnumsetzung im Jahr 2015 erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:
 
Immer noch arbeitet mehr als jeder Fünfte in Deutschland im Niedriglohnbereich. Arbeitsministerin Nahles hat sich offenbar auf der Mindestlohneinführung ausgeruht. Sie hat zu wenig dafür getan, um prekäre Beschäftigung zurückzudrängen und die Tarifbindung zu erhöhen. Dabei war von Anfang an klar, dass der Mindestlohn kein Allheilmittel gegen niedrige Löhne ist.
 
Betroffen sind Jüngere, Ausländer, Geringqualifizierte, befristet Beschäftigte und vor allem 77 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber. Ihnen hatte Nahles versprochen, die Übergänge in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu erleichtern. Passiert ist aber nichts. Auch die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung hat Nahles nicht in Angriff genommen.
 
Die Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) bestätigt darüber hinaus, dass längst nicht alle Beschäftigungen von der Einführung des Mindestlohns profitiert haben. Auch hier sind viele Minijobber betroffen. Damit der Lohnbetrug nicht fortgesetzt werden kann, muss die Finanzkontrolle Schwarzarbeit endlich personell verstärkt werden. Nur wirksame Kontrollen garantieren die Durchsetzung des Mindestlohns und faire Bedingungen für alle.
Redaktion

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