LandesPressePortal - Aktuelle Politik Nachrichten

Entscheidung der brasilianischen Regierung - Bergbauvorhaben in einem Nationalpark

Zur Entscheidung der brasilianischen Regierung, ein Bergbauvorhaben in einem Nationalpark zuzulassen erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:  
 
Ein Bergbauvorhaben im Nationalpark Reserva Nacional do Cobre e Associados zerstört wertvolle und einzigartige Lebensräume. Obwohl der Amazonas-Regenwald einmalig und unersetzlich für unsere Erde ist, wird er dennoch massiv zerstört. Die Vernichtung von Wäldern ist ein riesiges Problem für den Artenreichtum, für indigene Bewohner und befeuert die Klimakrise.
 
Der tropische Regenwald mit seiner Artenvielfalt, seiner Bedeutung als Wasser- und Kohlenstoffspeicher und seiner wichtigen Rolle für das Klima muss als Lebensraum geschützt werden. Es ist ein Skandal, dass per Dekret bald Motorsägen in einen einst geschützten Lebensraum knattern sollen. Aber leider verliert eine Bundesregierung in Deutschland, die ihre eigenen Klimaziele verfehlt und Naturschutz nur auf dem Papier verspricht, international an Glaubwürdigkeit und Einflussmöglichkeiten.
 
Die Bundesregierung muss mehr für den Schutz der tropischen Wälder tun. Wir brauchen Produkte, deren Preise die Wahrheit sagen, also auch die Zerstörung auf Kosten anderer einpreist. Wir fordern eine Ressourcenabgabe die einen Anreiz für Ressourcenschutz und Effizienz setzt und somit eine echte Kreislaufwirtschaft fördert. Für Goldmienen im Regenwald und die Zerstörung der Tropenwälder darf es keine Unterstützung geben – wohl aber für den Erhalt der Tropenwälder. Hier könnten zusätzliche Mittel für die wirtschaftliche Zusammenarbeit bereitgestellt werden. 
 
Ein klarer Rechtsrahmen, der nur noch auf nachhaltiges Palmöl und Soja setzt und eine Überarbeitung der EU-Holz-Handelsverordnung wären zusätzliche Schutzmaßnahmen für den gefährdeten Regenwald.
Redaktion

Das LandesPressePortal (LPP) ist ein unabhängiges Presseportal für Parteien, Fraktionen und Ministerien in der Bundesrepublik Deutschland.

Um Presse-Meldungen auf dem LandesPressePortal zu veröffentlichen, senden Sie diese per Email (ggf. als Word-Dokument -Bitte kein PDF- und eventuell einem Bild im JPEG-Format mit mind. 1000 x 600 Pixel) an redaktion@landespresseportal.de. Grundsätzlich ist die Veröffentlichung von Presse-Meldungen auf dem LPP kostenlos. Die Redaktion bzw. der Seiteninhaber distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen veröffentlichten Video- & Presse-Meldungen und den Ton-, Bild- & Logo-Rechten. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion bzw. der Seitenbetreiber.

 

 

Weitere Videos der Redaktion

Ähnliche Artikel

  • Von Brunn begrüßt überwältigende Zustimmung für Nationalpark im Spessart
    SPD-Umweltpolitiker: Repräsentative Umfrage zeigt, dass die Menschen sowohl im Spessart als auch im Steigerwald einen Nationalpark wollen - Anhörung am Donnerstag im Landtag Der SPD-Umweltpolitiker Florian von Brunn freut sich über die Unterstützung für einen Nationalpark in der Region Spessart. Wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Bund Naturschutz ergibt, sprechen sich…
  • SPD: Vorgehen zur Umsetzung eines dritten Nationalparks
    Fraktionschef Rinderspacher: „Fadenscheinige Absichtserklärung“ der Staatsregierung SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher kritisiert das Vorgehen der Staatsregierung zur angeblichen Umsetzung eines dritten Nationalparks in Bayern als "mangelhaft ". Es handele sich augenscheinlich um eine „fadenscheinige Absichtserklärung zu Marketingzwecken ohne jede Substanz“. Die Regierung habe es versäumt, ihre Ankündigung wenigstens mit einer ersten Potentialanalyse zur Versachlichung…
  • Dritter bayerischer Nationalpark muss nach Franken
    Schweinfurter Abgeordnete Petersen: Steigerwald vorrangig prüfen - Region würde gewinnen Die Schweinfurter SPD-Abgeordnete Kathi Petersen spricht sich dafür aus, einen dritten bayerischen Nationalpark in Franken zu schaffen. Vorrangig geprüft werden soll dabei der Steigerwald mit dem schützenwerten Gebiet "Der Hohe Buchener Wald". Petersen hat kein Verständnis dafür, dass Ministerin Ulrike Scharf heute…

Copyright © Landespresseportal.de. Alle Rechte vorbehalten.

Top Desktop version