LandesPressePortal - Aktuelle Politik Nachrichten

Kinderarmut bekämpfen statt verstetigen

Laut Agenturberichten plant Bundesfamilienministerin Katarina Barley, Kinderzuschlag und Kindergeld zu einer einheitlichen Leistung zu verschmelzen. Bisher können Familien mit geringem Einkommen den Zuschlag in Höhe von maximal 170 Euro zusätzlich zum Kindergeld beantragen. Hierzu erklärt der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg:

„Das neue "Kindergeldmodell" von Bundesfamilienministerin Barley schafft mehr Probleme als Lösungen. Es wirkt wie ein wahlpolitischer Schnellschuss, um noch "irgendwie" Kompetenz bei der Bekämpfung der Kinderarmut kurz vor der Bundestagswahl zu beweisen.

Für die Union ist entscheidend, dass Familien ihre wirtschaftliche Existenz aus eigener Kraft sichern können. Nachhaltige Familienpolitik setzt deshalb auf Anreize für die Erwerbstätigkeit von Eltern. Die beste Hilfe für die Absicherung von Kindern ist die finanzielle Absicherung der gesamten Familie. Jede Familie soll in der Lage sein, den Schulranzen ihres Kindes aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Deshalb setzt der Kinderzuschlag grundsätzlich an der Erwerbstätigkeit der Eltern an. Zusammen mit dem Kindergeld hilft er Hartz-IV-Leistungen zu vermeiden. Kindergeld und Kinderzuschlag stabilisieren die wirtschaftliche Lage der Familien.

Die sozialdemokratisch geführten Bundesministerien Familie und Arbeit und Soziales haben vier Jahre lang keine gemeinsamen Vorschläge hinbekommen. Jetzt springt etwas aus der Programmbox der SPD, was mehr kritische Fragen aufwirft, als konkret umsetzbare Ansätze.

Die Union will nach der Bundestagswahl die bestehenden Fehlanreize aussteuern und komplizierte Systeme vereinfachen. Dazu müssen Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Bundesfinanzministerium in einer interministeriellen Arbeitsgruppe Vorschläge entwickeln. Es ist unser Ziel, dass die Leistungen früher, zielgenauer und bedarfsorientierter bei den betroffenen Familien und Kindern ankommen.“

Redaktion

Das LandesPressePortal (LPP) ist ein unabhängiges Presseportal für Parteien, Fraktionen und Ministerien in der Bundesrepublik Deutschland.

Um Presse-Meldungen auf dem LandesPressePortal zu veröffentlichen, senden Sie diese per Email (ggf. als Word-Dokument -Bitte kein PDF- und eventuell einem Bild im JPEG-Format mit mind. 1000 x 600 Pixel) an redaktion@landespresseportal.de. Grundsätzlich ist die Veröffentlichung von Presse-Meldungen auf dem LPP kostenlos. Die Redaktion bzw. der Seiteninhaber distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen veröffentlichten Video- & Presse-Meldungen und den Ton-, Bild- & Logo-Rechten. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion bzw. der Seitenbetreiber.

 

 

Weitere Videos der Redaktion

Ähnliche Artikel

  • Die Bekämpfung der Kinderarmut bleibt eine Daueraufgabe
    Zur Beratung des Antrags zum Thema Kinderarmut erklärt der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt, Tobias Krull:   „Die Quote der Kinderarmut in Sachsen-Anhalt ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen aber es bleibt eine Daueraufgabe für die Landespolitik, durch ein ganzes Bündel von Maßnahmen, diese zu bekämpfen bzw. weiter zu reduzieren.…
  • Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Kinderarmut in Deutschland
    Zur aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Kinderarmut in Deutschland erklärt Dennis Maelzer, kinder- und familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:    „Kinder, die in Armut aufwachsen, bleiben längere Zeit arm. Um diesen Teufelskreis an vererbter Armut zu durchbrechen, ist eine auf Vorsorge ausgelegte Politik richtig. ‚Ungleiches ungleich behandeln‘ -…
  • Kinderarmut ist beschämend und erfordert wirksame Maßnahmen
    Zur jetzt erschienenen Studie „Kinderarmut und Reichtum in Deutschland“ erklären die Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg, und die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin, Jacqueline Bernhardt:   Oldenburg: „In M-V sind mehr als 49 000 Kinder auf Hartz IV angewiesen, weil ihre Eltern kein oder kein ausreichendes Einkommen haben. Bundesweit sind es 2 Mio. Kinder…
  • Steigende Kinderarmutszahlen: Konsequente Armutsbekämpfung ist notwendig
    Zur heute veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Kinderarmut, erklärt Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Sprecher für Sozialpolitik und hessischer Bundestagsabgeordneter:   "Es ist ein Skandal, dass fast 150.000 Kinder in Hessen von Hartz IV-Leistungen abhängig sind und diese Zahl trotz guter wirtschaftlicher Situation steigt. Dass davon besonders die Städte im prosperierenden Rhein-Main-Gebiet…
  • Verbände starten Aufruf für eine Gesellschaft ohne Kinderarmut
    Mehr als 30 Verbände und Nichtregierungsorganisationensowie Experten aus Wissenschaft und Kirchen appellieren in einem Aufruf an diePolitik, Armut und Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen wirksam zubekämpfen.In ihrem Aufruf "Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wertist!" fordern die Unterzeichner eine eigenständige und einheitliche Geldleistungfür alle Kinder und Jugendlichen,…
  • Aktiv im Kampf gegen Kinderarmut
    Zur heutigen Pressemitteilung von Sozialministerin Birgit Hesse „M-V aktiv im Kampf gegen Kinderarmut“ erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:   „Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung vom Januar dieses Jahres weist in der Tat sinkende Zahlen bei der Kinderarmut aus. Das ist erfreulich. Auch Sozialministerin Hesse bewertet in der Antwort auf…
  • Bekämpfung von Kinderarmut / Familienministerin Haderthauer: Kinder in Bayern am seltensten auf Hartz IV angewiesen
    (LPP) „Alle Kinder brauchen ein günstiges Entwicklungsklima und gute Startchancen. Ein Seismograph hierfür ist die Zahl der Kinder im Sozialgeldbezug. Im Freistaat lebten im April nur 6,80 Prozent aller Kinder unter 15 Jahren in Familien, die für die Kinder Hartz IV bezogen. Das ist im Ländervergleich mit Abstand die niedrigste…

Copyright © Landespresseportal.de. Alle Rechte vorbehalten.

Top Desktop version