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Anteil der Umweltsteuern an allen Steuereinnahmen und Sozialabgaben auf 4,9 % zurückgegangen

Der Anteil der Umweltsteuern an den gesamten Einnahmen aus Steuern und Sozialbeiträgen lag in Deutschland im Jahr 2016 bei 4,9 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der derzeit stattfindenden Weltklimakonferenz in Bonn weiter mitteilt, ist das der niedrigste Wert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1995.

Die Umweltsteuern setzen sich in Deutschland aus Energie- und Transportsteuern zusammen. Die Energiesteuern umfassen die Einnahmen aus der Energiesteuer (früher Mineralölsteuer), der Stromsteuer, der Kernbrennstoffsteuer sowie den Emissions-berechtigungen. Die Transportsteuern setzen sich aus Kraftfahrzeugsteuer und Luftverkehrssteuer zusammen.

Seit 2010 ist der Anteil der Umweltsteuern fortwährend rückläufig. Ursache ist, dass sich die gesamten Einnahmen aus Steuern und Sozialversicherung zwischen 2010 und 2016 um durchschnittlich 3,8 % pro Jahr erhöht haben, während die Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern im gleichen Zeitraum nur um durchschnittlich 0,9 % pro Jahr gestiegen sind. Insgesamt ist der Anteil der Umweltsteuern an den Gesamteinnahmen aus Steuern und Sozialbeiträgen von 7,2 % im Jahr 1995 auf 4,9 % im Jahr 2016 zurückgegangen. 

Auf internationaler Ebene hat die United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) ein Indikatorenset mit Bezug zum Klimawandel entwickelt. Der Anteil der Energie- und Transportsteuern an den gesamten Einnahmen aus Steuern und Sozialbeiträgen ist Indikator 31 des Indikatorensets. In Deutschland sind für insgesamt 17 der 39 Indikatoren Daten verfügbar. Das Indikatorenset zielt darauf ab, durch international vergleichbare Indikatoren die Ursachen, Folgen und Anpassungsmöglichkeiten des Klimawandels möglichst umfassend zu beleuchten und zu messen.

Die Daten zu den Umweltsteuern folgen den Definitionen und der Klassifikation des System of Environmental Economic Accounts (SEEA), das der Bereitstellung von international vergleichbaren Statistiken und Indikatoren über die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Wirtschaft dient.

Redaktion

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