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Anlaufstelle Kinderschutzverläufe startet

Am vergangenen Donnerstag, dem 25. April, startete die wissenschaftliche Anlaufstelle Kinderschutzverläufe zur stärkeren Beteiligung der Betroffenenperspektive im Gesetzgebungsverfahren. Dazu erklärt der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg:

„CDU/CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, die Kinder- und Jugendhilfe zu reformieren und dabei vor allem auch die Unterstützung von Eltern und den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. 

Uns ist es besonders wichtig, dass Betroffene, die Erfahrungen mit dem Hilfesystem gemacht haben, bei diesem Reformprozess gehört werden. Wir
wollen aus deren Erfahrungen mit der Kinder- und Jugendhilfe und dem Familiengericht lernen, um das Kinderschutzsystem in Deutschland besser zu machen. Deshalb wurde durch das Bundesfamilienministerium eine unabhängige wissenschaftliche Anlaufstelle beim Institut für Kinder- und Jugendhilfe in Mainz eingerichtet. Die Anlaufstelle hat am vergangenen Donnerstag ihre Arbeit aufgenommen. Bis zum 30. Juni 2019 haben Betroffene die Möglichkeit, hier ihren Fall vertraulich einzubringen.
    
Betroffene Kinder, Jugendliche, Eltern und Nahestehende können sich ab dem 25. April 2019 an folgende Adresse wenden und vertraulich über ihre Erfahrungen mit dem Jugendamt oder dem Familiengericht berichten:
    
    Kinderschutzverläufe
    Postfach 2511
    55015 Mainz
    Telefon: 06131 2492274
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  
    Homepage: www.kinderschutzverlaeufe.de 
    
    
Die wissenschaftliche Anlaufstelle wird die eingegangenen Erfahrungsberichte in einer Gesamtbetrachtung mit einem Kreis unabhängiger Expertinnen und Experten analysieren. Ziel ist es, festzustellen, welche Veränderungen in unseren Regelungen zu Kinderschutzverfahren beim Jugendamt und beim Familiengericht notwendig sind.“ 
    
Hintergrund: Aufgabe der wissenschaftlichen Anlaufstelle ist es, den Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf der Grundlage der Berichte von Betroffenen Hinweise zu geben, welche Änderungen im deutschen Kinderschutzsystem angegangen werden müssen. Ihr Bericht dient als Informationsgrundlage für den Gesetzgeber. Die wissenschaftliche Anlaufstelle kann keinen Beschwerden in Einzelfällen nachgehen und hat auch nicht die Aufgabe, konkrete Maßnahmen oder Gerichtsentscheidungen  zu hinterfragen.
 

Redaktion

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