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Menschenrechte vor Profite - Ausbeutung durch Supermarktketten stoppen

Zum heute veröffentlichten "Supermarkt-Check" von Oxfam erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik: 

 

Der Supermarkt-Check zeigt wieder einmal: Die deutschen Supermärkte tun viel zu wenig, um Menschenrechte in den globalen Lieferketten einzuhalten. Vielmehr nutzen die Supermarktketten ihre Marktmacht, um Löhne zu drücken und Preise zu diktieren. Die Menschenrechte spielen allenfalls eine untergeordnete Rolle. So erfüllt beispielsweise Edeka gerade einmal ein Prozent des an den UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte angelehnten Kriterienkataloges. Diese Versäumnisse sind nicht hinnehmbar. Schließlich wollen die Kundinnen und Kunden sichergehen, dass ihr Einkauf nicht zur Ausbeutung von Mensch und Natur beiträgt.

 

Die Supermärkte müssen dafür sorgen, dass ihr Sortiment keine Produkte enthält, bei deren Herstellung Menschenrechte verletzt wurden. Aber auch die Bundesregierung steht in der Pflicht. Es braucht ein Gesetz, das menschenrechtliche Sorgfaltspflichten rechtsverbindlich verankert. Davon würde auch die Unternehmerseite profitieren. Denn ein solches Lieferkettengesetz würde juristische Grauzonen beseitigen und durch die Schaffung eines Level-Playing-Fields dafür sorgen, dass Menschenrechtsschutz kein Wettbewerbsnachteil ist.

 

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