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Jedes verschwendete Lebensmittel ist eines zu viel

Der Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hat am heutigen Montag eine Expertenanhörung zum Thema Lebensmittelverschwendung durchgeführt. Dazu erklären der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, sowie die zuständige Berichterstatterin Katharina Landgraf:

Albert Stegemann: „Jedes Lebensmittel, das wir unnötig wegwerfen, ist eines zu viel. Wir brauchen ein gesellschaftliches Umdenken, hin zu mehr Wertschätzung von Lebensmitteln als Mittel zum Leben. Zugleich brauchen wir eine größere Wertschätzung unserer Bauernfamilien, die für uns alle hochwertige, sichere und gesunde Lebensmittel erzeugen. Das eine bedingt das andere.

Gerade die Digitalisierung bietet große Chancen, um noch genießbare Lebensmittel zu retten. So zeigt die ‚Beste-Reste-App‘ der Bundesregierung Verbrauchern mit einfachen Rezepten, was sie aus Resten kochen können und wie sie Lebensmittel richtig lagern. Die Anhörung im Bundestag hat ergeben, dass auch Apps zunehmend Zuspruch finden, mit denen Hotels und Restaurants übrig gebliebene Speisen preisgünstig an Menschen aus der Nachbarschaft weitergeben können. Darüber hinaus können intelligente Verpackungen den Verbrauchern durch Farben anzeigen, wie lange ein Produkt tatsächlich noch genießbar ist. So wird das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ergänzt und die Verbraucher können sich besser informieren. Mit 3,5 Millionen Euro fördern wir daher die weitere Entwicklung der intelligenten Verpackungen, damit sie zügig Verbreitung finden.“

Katharina Landgraf: „Ein Schlüssel für mehr Wertschätzung unserer Lebensmittel ist eine zielgruppengerechte und generationenübergreifende Ernährungsbildung, die schon in Kita und Schule beginnen muss. Das hat die Anhörung bestätigt und dazu enthält die Kampagne der Bundesregierung ‚Zu gut für die Tonne‘ die richtigen Ansätze.“   

Redaktion

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