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Gasförderung am Langbürgner See: Grüne fordert Moratorium für Hochdruckspülverfahren

(LPP) Zu dem von Bundesumweltminister Altmaier vorgestellten Gutachten zu den Umweltauswirkungen von Fracking erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Obfrau im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie:

Das Gutachten bestätigt klar, dass es bei der Risikotechnologie Fracking viele ungelöste Probleme gibt. Bundesumweltminister Altmaier muss daraus die Konsequenzen ziehen und ein bundesweites Moratorium für diese Risikotechnologie aussprechen. Auch für die Situation am Langbürgner See würde das mehr Sicherheit und Vertrauen geben. Es reicht nicht, sich auf Äußerungen der RAG Austria zu verlassen. Denn auch wenn es am Langbürgner See nur um ein konventionelles Gasvorkommen geht: Grundsätzlich kann Fracking bei konventionellen und unkonventionellen Gasvorkommen angewendet werden.
 
Bei konventionellen Gasvorkommen dient es im Wesentlichen der Steigerung des Ertrages bei abflachender Förderung. Doch egal ob Fracking oder Hochdruckspülverfahren: Gasförderung kann extreme Folgen für Mensch und Natur haben! Die begriffliche Unterscheidung zwischen Fracking und einem Hochdruckspülverfahren spielt keine wesentliche Rolle. Ein Hochdruckspülverfahren unter Hinzufügung von Chemikalien und Schmierstoffen kann unter dem Langbürgner See eingesetzt werden. Eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung für etwa 25.000 Einwohner der 5 umliegenden Gemeinden, die ihr Wasser aus dem Langbürgner See und aus angrenzenden Wasserschutzgebieten beziehen, kann vor diesem Hintergrund nicht ausgeschlossen werden. Deshalb muss klar sein: Finger weg vom Naturschutzgebiet! Es darf keine Gasförderung am Langbürgner See geben!

Das vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebene Gutachten hat die Umweltauswirkungen der Fracking-Technologie gründlich untersucht. Es kommt zu dem Ergebnis, dass vor allem der Einsatz giftiger Chemikalien sowie die Abwasserentsorgung große Probleme bereiten - dieselben Probleme bestehen auch beim Hochdruckspülverfahren. Das Gutachten empfiehlt, Schritt für Schritt Wissenslücken zu schließen und den rechtlichen Rahmen anzupassen. Dieser Bedarf ist seit zwei Jahren bekannt, doch Schwarz-Gelb hat nicht gehandelt.

Link zum Gutachten: http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4346.pdf

Sabine Ponath
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Büro Beate Walter-Rosenheimer, MdB
Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
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