LandesPressePortal - Aktuelle Politik Nachrichten

Vattenfall bestätigt Auslaufen der Braunkohle - Landesregierung muss Strukturbruch in der Lausitz verhindern

Vattenfall bestätigt Auslaufen der Braunkohle - Landesregierung muss Strukturbruch in der Lausitz verhindern

 

Die energie- und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN HEIDE SCHINOWSKY hat angesichts der angekündigten Stilllegung von zwei Kraftwerksblöcken im Kraftwerk Jänschwalde erneut gefordert, auf den Aufschluss neuer Tagebaue zu verzichten. „In den bereits genehmigten Tagebauen Brandenburgs liegt ausreichend Kohle, um die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe bis zum Erreichen der Altersgrenze zu versorgen. Für den Aufschluss neuer Tagebaue gibt es keine energiepolitische Notwendigkeit. Klimapolitisch wäre ein Neuaufschluss hingegen fatal.“

 

HEIDE SCHINOWSKY verwies darauf, dass Brandenburg weitaus mehr Strom produziere, als es selbst benötige und auf dem Strommarkt ein Überangebot bestehe, das sich durch den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter vergrößere. „Erst gestern betonte der ostdeutsche Netzbetreiber 50 Hertz, dass der Osten und Norden Deutschlands eine `Stromüberschussregion´ sei. Und heute verwies Vattenfall-Chef Magnus Hall auf die `erheblichen Überkapazitäten´ und `niedrigen Strompreise´, die vor allem in den nordischen Ländern die Produktionsmargen drücken“, sagte die Abgeordnete. Die Bundesnetzagentur rechne daher in den kommenden Jahren mit einer deutlichen Drosselung der Braunkohleverstromung.

 

„Vor diesem Hintergrund verwundern mich Stellungnahmen des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums, mit denen offenkundig der Eindruck vermittelt werden soll, dass ohne ein Weiter-so in der Braunkohleverstromung die Versorgungssicherheit gefährdet sei. Das ist schlichtweg Unsinn“, sagte HEIDE SCHINOWSKY.

 

„Vattenfall verabschiedet sich von der Braunkohle; die Bundesregierung leitet – wenn auch halbherzig und mit hohen Kosten für den Verbraucher – den mittelfristigen Kohleausstieg ein. Höchste Zeit, dass auch die Brandenburger SPD den direkt und indirekt in der Lausitzer Braunkohle Beschäftigten zur Seite steht. Statt Durchhalteparolen auszurufen und potenzielle Investoren über das Auslaufen der Braunkohle in Brandenburg hinwegtäuschen zu wollen, sollte die Landesregierung mit aller Kraft für einen sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohle sorgen, um Strukturbrüche zu vermeiden.“

Redaktion

Das LandesPressePortal (LPP) ist ein unabhängiges Presseportal für Parteien, Fraktionen und Ministerien in der Bundesrepublik Deutschland.

Um Presse-Meldungen auf dem LandesPressePortal zu veröffentlichen, senden Sie diese per Email (ggf. als Word-Dokument -Bitte kein PDF- und eventuell einem Bild im JPEG-Format mit mind. 1000 x 600 Pixel) an redaktion@landespresseportal.de. Grundsätzlich ist die Veröffentlichung von Presse-Meldungen auf dem LPP kostenlos. Die Redaktion bzw. der Seiteninhaber distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen veröffentlichten Video- & Presse-Meldungen und den Ton-, Bild- & Logo-Rechten. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion bzw. der Seitenbetreiber.

 

 

Weitere Videos der Redaktion

Ähnliche Artikel

  • Land schenkt Braunkohle-Tagebauen mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr
    Das Land Brandenburg nimmt jährlich über 20 Millionen Euro durch das Wassernutzungsentgelt ein – und verzichtet auf Einnahmen in gleicher Höhe. Das ergab die Antwort auf eine Kleine Anfrage der bündnisgrünen Landtagsfraktion. Demnach sind die Brandenburger Braunkohle-Tagebaue mit über 200 Millionen Kubikmeter Grundwasser im Jahr 2015 die größten Wasserförderer im…
  • Ingo Senftleben: Strukturentwicklung mit Braunkohle vorantreiben
    Die am Donnerstag von der Lausitz Energie Bergbau AG vorgelegten Grubenausbau-Pläne geben den Lausitzern klare Auskunft und Planungssicherheit. „Wir sind froh, dass die LEAG Wort gehalten und wie angekündigt im ersten Halbjahr 2017 ihre Pläne für die Tagebaue veröffentlicht hat. Und wir freuen uns über das klare Signal, dass die…

Copyright © Landespresseportal.de. Alle Rechte vorbehalten.

Top Desktop version