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Flughafengesellschaft kehrt Ultrafeinstaub unter den Teppich

Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN BENJAMIN RASCHKE hat der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) vorgeworfen, die durch den Flugverkehr bedingte Belastung durch sogenannten Ultrafeinstaub auszublenden. Er forderte die Landesregierung auf, die Belastung messen zu lassen.

In der Oktoberausgabe ihres Anwohnermagazins ,,BER aktuell" vermeldet die FBB zum Thema `Luft´, die Umwelt rund um Schönefeld sei ,,nicht mehr belastet als anderswo am Berliner Stadtrand." Dies sei das Fazit des jetzt von der FBB vorgelegten Umweltberichts 2015.  Dazu sagte BENJAMIN RASCHKE: ,,Die Aussage der FBB zur Luftqualität rings um Schönefeld ist bestenfalls die halbe Wahrheit. Denn seit Jahren ist bekannt, dass die eingesetzten Messvorrichtungen nur bedingt zur Erfassung der Flugabgasbelastung geeignet sind."

Bei einem hohen Prozentsatz von Abgaspartikeln aus Flugzeugtriebwerken handelt es sich um Ultrafeinstaub. Die vorhandenen Messgeräte können diesen jedoch nicht erfassen, sondern lediglich die ,,gröberen" Feinstaubpartikel, die in Flugabgasen anzahlmäßig eine untergeordnete Rolle spielen.

Die europäischen Flughafenbetreiber kennen dieses Problem spätestens seit 2012. Damals, also vor nunmehr 4 Jahren, erschien eine im Auftrag der Flughafenbetreiber verfasste Studie, die dieses Thema ausführlich beleuchtet.

BENJAMIN RASCHKE: ,,Aus diesen Erkenntnissen wurden an den Berliner Flughäfen keine Konsequenzen gezogen. Mehr noch, mit Meldungen, wie derjenigen in ,,BER aktuell", wir der Dreck einfach unter den Teppich gekehrt. Ultrafeinstaub steht im Verdacht, noch gesundheitsschädlicher zu sein, als Feinstaub. Während es für Feinstaub längst Grenzwerte gibt, stehen wir beim Ultrafeinstaub noch am Anfang. Diesem Thema muss endlich nachgegangen werden. Und zwar durch geeignete Messungen, ohne die eine Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen nicht möglich ist. Wir fordern, dass in Schönefeld Ultrafeinstaubmessungen vorgenommen werden und setzten uns im Landtag dafür ein."

Redaktion

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