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Bund muss Rahmen schaffen, um artgerechte Schweinefreilandhaltung unter ASP zu ermöglichen

Potsdam, 25. Juni 2021

Auf Initiative von Brandenburg wird heute im Bundesrat diskutiert, inwiefern die von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenen tierhaltenden Betriebe besser unterstützt werden müssen. Ziel ist es dabei, regionale und artgerechte Wertschöpfungsketten bei der Tierhaltung in Deutschland zu erhalten und langfristig - auch vor dem Hintergrund der ASP - zu fördern.

Die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag, Isabell Hiekel, begrüßt diese Initiative und betont:

„Als Bündnisgrüne setzen wir uns insbesondere dafür ein, dass die Auslauf- und Freilandhaltung als besonders artgerechte und gesellschaftlich anerkannte Form der Tierhaltung auch im ASP-Seuchenfall möglich sein soll. Dass diese Zielsetzung auch von den Agrarminister*innen und Amtschef*innen der Länder mitgetragen wird, ist ein wichtiges Zeichen für die Zukunft einer artgerechten und regionalen Schweinehaltung in Deutschland.

Es geht jetzt darum, die Risiken von Eintragspfaden für einen Eintrag in Hausschweinbestände zu klären, bestehenden Forschungsbedarf zu identifizieren und gemeinsame Empfehlungen für die Biosicherheit bei der Auslauf- und Freilandhaltung  zu entwickeln. Dafür ist nun der Bund gefragt, um einen bundesweiten Austausch mit Vertreter*innen der Politik, der Wissenschaft und mit Praktiker*innen zu initiieren.“

Hintergrund:

Seit dem ersten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg im September 2020 stehen schweinehaltende Betriebe unter besonderem ökonomischen Druck. Eine Handvoll Betriebe im Restriktionsgebiet hat bereits aufgegeben. Da der Infektionsdruck weiter anhalten wird, werden auch weitere Betriebe mit dem Gedanken spielen. Die Landeregierung in Brandenburg hat die schweinehaltenden Betriebe im Rahmen ihrer Möglichkeiten frühzeitig finanziell unterstützt und dadurch erhalten. Die vom Gesundheitsministerium umgesetzten Maßnahmen zur ASP-Bekämpfung haben einen Übertritt in Hausschweinbestände und eine weitere westliche Ausbreitung der ASP erfolgreich verhindern können.

 

Redaktion

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