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Bremen schließt Vertrag mit alevitischer Gemeinde

Bremen schließt Vertrag mit alevitischer Gemeinde

 

Die Bremische Bürgerschaft hat in der heutigen Landtagssitzung einem Vertrag zwischen der Freien Hansestadt Bremen und der Alevitischen Gemeinde Deutschland e.V. zugestimmt. Damit findet der alevitische Glaube eine Anerkennung als fester Bestandteil des religiösen Lebens im Bundesland Bremen. In der Bundesrepublik Deutschland leben etwa 700.000 bis 800.000 Aleviten, in Bremen sind rund 10.000 Menschen alevitischen Glaubens zuhause. „Mit dem Vertrag werden verfassungsrechtlich und gesetzlich garantierte Rechte und Pflichten bestätigt“, zeigt sich der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Mehmet Ali Seyrek in der Parlamentsdebatte erfreut. Dazu gehöre die Glaubensfreiheit, ein Recht auf Selbstverwaltung oder auch die gesicherte Möglichkeit zur Errichtung und Betreibung von Versammlungs-, Gemeinde- und Bildungseinrichtungen. Hierzu zählen die so genannten „Cem-Häusern“, in denen Aleviten ihre religiösen Rituale praktizieren, aber auch wichtige Integrationsarbeit leisten. „Aleviten engagieren sich in vielen sozialen Projekten, bieten Beratungsstellen und fördern in ihren Einrichtungen Frauen und Jugendliche“, erklärt Seyrek die Bedeutung und Funktion der „Cem-Häuser“. Und weiter: „Das Alevitentum ist eine Bereicherung für unsere Gesellschaft, denn eine der wichtigsten Wertvorstellungen der Aleviten ist es, tolerant gegenüber allen Menschen zu sein, egal welche Religion, Kultur oder ethnische Herkunft sie haben“, so der Sozialdemokrat, der den Prozess der Vertragsschließung eng begleitet hat. Abschließend macht Seyrek deutlich, dass der Vertrag zwischen der Alevitischen Gemeinde Deutschlands und der Freien Hansestadt Bremen auch eine Anregung für die Angehörigen des Glaubens sei, sich selbst noch stärker zu öffnen und um einen gesellschaftlichen Austausch zu bemühen.

 

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