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Licht und Schatten beim Frauenanteil der Bremer Filmförderung

Licht und Schatten beim Frauenanteil der Bremer Filmförderung

Aktuelle Zahlen belegen, dass Frauen auf Bundesebene bei der Förderung von Filmproduktionen durch die entsprechenden Institutionen, die Filmförderungsanstalt (FFA) und dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF), deutlich unterrepräsentiert sind. Die Grünen-Fraktion hat vor diesem Hintergrund für die heutige Kulturdeputation einen Bericht zum Frauenanteil bei der regionalen Filmförderung und audiovisuellen Produktionen Bremens angefordert. Die Zahlen liegen nun erstmals vor und zeigen: Bei der wirtschaftliche Filmförderung ist der Frauenanteil gering. Dazu erklärt Kirsten Kappert-Gonther, kulturpolitische Sprecherin der Grünen: „Ich nehme den Bericht mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis. Ich freue mich, dass die Frauenquote in der kulturellen Filmförderung durch das Filmbüro Bremen e.V. im Zeitraum von 2011 bis 2014 nahezu 50 Prozent beträgt. Ganz anders stellen sich die Zahlen im Bereich der wirtschaftlichen Filmförderung durch die Nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH dar. Im gleichen Zeitraum sind insgesamt 1523 Anträge eingegangen, wobei lediglich 23 Prozent von Frauen stammen. Sowohl hinsichtlich des Fördervolumens als auch der geförderten Projekte sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Wir müssen dringend überprüfen, warum  der Frauenanteil auch in der regionalen wirtschaftlichen Filmförderung so gering ist. Dazu fordere ich sowohl die Gesellschafter - die Länder Niedersachsen und Bremen, NDR und Radio Bremen - als auch die internen Gremien der Nordmedia  auf. Wir brauchen eine Sensibilisierung und Ermutigung, damit Frauen in der kommerziellen Filmbranche besser Fuß fassen können und Sender und Produzenten mehr Regisseurinnen engagieren. Wir schlagen außerdem vor, dass in den zukünftigen Berichten des Bremer Senats über die Arbeit des Filmbüros als auch der Nordmedia ein verstärkter Fokus auf Geschlechtergerechtigkeit in den Förderstrukturen liegt. Besonders die Übergänge zwischen kultureller und wirtschaftlicher Filmförderung müssen wir in den Blick nehmen. Es ist erklärtes Ziel des Bremer Senats, beide Bereiche besser miteinander zu verzahnen. Auch hier sollte in geeigneter Weise überprüft werden, ob die gemeinsamen Strukturen zwischen Filmbüro und Nordmedia vor dem Hintergrund der offengelegten Zahlen noch optimiert werden können.“

Redaktion

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