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Ein bitterer Tag für Europa

72 Prozent der Wahlberechtigten haben an der Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union teilgenommen. Mit einem leichten Vorsprung hat sich das Brexit-Lager durchgesetzt. Nach einem intensiven, aggressiven und die Briten spaltenden Wahlkampf ist es nun amtlich: Großbritannien verlässt nach 43 Jahren die Europäische Union. Henrike Müller, europapolitische Sprecherin, erklärt dazu: „Ich bin tief erschüttert. Ich habe wirklich gehofft, es würde reichen. Heute ist ein bitterer Tag für Europa und ich bedaure zutiefst die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger in Großbritannien. Aber es ist ihre Entscheidung, die es natürlich zu respektieren und vor allem ernst zu nehmen gilt. Jenseits der anstehenden Austrittsverhandlungen müssen wir uns jetzt mit der Frage auseinandersetzen, wo liegen unsere Fehler? Welche Korrekturen sind notwendig, damit die EU-ablehnende Haltung nicht noch weiter um sich greift? Für die noch 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gilt es nun, sich auf eine ausführliche Diskussion über Gemeinsamkeiten und europäischen Ziele einzulassen und die dringend notwendigen Reformen anzugehen. Wir müssen intensiv über die Zukunft der EU sprechen, hier braucht es Mut, auch bisher unpopuläre Ideen zu diskutieren. An einem Tag wie heute bin ich sicher, wir müssen mehrere Alternativen zur EU-Zusammenarbeit möglich machen, damit der Brexit nicht zum Startpunkt weiterer Abstimmungen allein über die Frage ‚leave or remain‘ wird. Wir stehen jetzt vor ganz neuen Aufgaben, von denen noch niemand weiß, wie wir sie bewältigen werden. Die anstehenden Austrittsverhandlungen, für die zwei Jahre vorgesehen sind, werden nicht leicht werden. Ich hoffe sehr, dass sie mit großer Umsicht geführt werden, denn auch wenn Großbritannien nicht mehr Teil der EU sein wird, so ist es doch ab sofort ein wichtiger Nachbar.“

Redaktion

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