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Wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Unterrichtsausfalls

„Die Erhöhung der Ausbildungskapazitäten am Landesinstitut für Schule ist ein wichtiger Schritt im Konkurrenzkampf um ausgebildete Lehrkräfte auf dem Arbeitsmarkt“, kommentiert der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Mustafa Güngör, einen heutigen Beschluss der Deputation für Kinder und Bildung. Der Beschluss sieht vor, dass zum 1. August noch einmal 50 zusätzliche Stellen für Referendare an den Schulen für Bremen und Bremerhaven geschaffen werden. Nachdem zum 1. Februar die Anzahl der Ausbildungsplätze von 450 auf 500 erhöht worden ist, werden nach der erneuten Aufstockung ab August also insgesamt 550 angehende Lehrer in Bremen ausgebildet. 

„Diese Entscheidung ist richtig und notwendig“, erklärt Güngör und verweist auf die mittlerweile sehr angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt für ausgebildete Lehrer. „Früher waren es in erster Linie die sogenannten Mangelfächer, bei denen es Schwierigkeiten gab, genügend Lehrer für den Bedarf zu finden“, so der Sozialdemokrat, „mittlerweile ist das Problem aber generellerer Natur – und hat dazu geführt, dass zum Start des aktuellen Schuljahres in Bremen 38 und Bremerhaven 39 Lehrerstellen nicht besetzt werden konnten.“

Die Erfahrungen zeigten, dass ein Großteil der Regelstellen an den Schulen mit Lehrern besetzt werde, die in Bremen ausgebildet worden seien. „Referendare, die ihre Ausbildung in Bremen abgeschlossen haben, setzen ihren weiteren beruflichen Weg auch häufig hier fort“, sagt Güngör. Vor diesem Hintergrund mache eine Erhöhung der Ausbildungskapazitäten Sinn, denn es sei davon auszugehen, dass durch diesen Effekt Lehrerstellen künftig besser besetzt werden können.

„Langfristig zahlt sich diese Maßnahme aus. Denn wenn es in der Folge gelingt, mehr offene Lehrerstellen zu besetzen, wird das zu einer Verringerung des Unterrichtsausfalls führen – und zur Verbesserung der Unterrichtsqualität, weil mehr Fachlehrerstellen besetzt werden können. Wir reagieren mit dem heutigen Beschluss also richtig und nachhaltig auf die zunehmende Konkurrenzsituation auf dem Arbeitsmarkt für Lehrer.“

Redaktion

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