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Grünen-Fraktion: Schulobstprogramm fortführen

Bremer Schulen sollen Kindern und Jugendlichen für eine ausgewogene Ernährung auch künftig kostenloses Obst und Gemüse auftischen können. Die Grünen-Fraktion will mit einem nun auf den Weg gebrachten Antrag (s. PDF-Antrag) sicherstellen, dass das EU-Schulobstprogramm auch in den kommenden Jahren fortgeführt wird. Zumal die Teilnahme am EU-Programm für Bremen attraktiver wird: Ab dem kommenden Schuljahr entfällt die Kofinanzierung, die EU trägt fortan sämtliche Kosten. Damit verringert sich auch der bürokratische Aufwand. Die Grünen-Fraktion sieht das als Anreiz, damit sich noch mehr Bremer Schulen an dem Programm beteiligen. Neu ist ferner, dass neben Obst und Gemüse auch pure Milchprodukte zum Programm gehören. Das EU-Programm trägt zu einem gesunden Lebensstil der Kinder bei, betont der ernährungspolitische Sprecher Jan Saffe, kann aber nur einer von vielen Bausteinen im Kampf gegen die Fehlernährung von Kindern sein: „Das EU-Programm verbindet die kostenlose Abgabe von Obst, Gemüse und Milch mit pädagogischen Begleitmaßnahmen. Wir erwarten, dass bei der Beschaffung die regionalen Erzeuger berücksichtigt werden und so auch die lokale Landwirtschaft von dem neuen Programm profitiert. Alle Kinder haben ein Anrecht darauf, gesund aufzuwachsen. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung, die nachweislich die Leistungsfähigkeit fördert und zu einer guten Entwicklung der Kinder beiträgt. Mit der ausgewogenen Ernährung an Schulen werden frühzeitig die Weichen gestellt, um Übergewicht und seinen negativen Folgen vorzubeugen. Natürlich reichen dafür ein Apfel und ein Päckchen Milch allein nicht aus. Nötig ist ebenso ein frisch zubereitetes und vollwertiges Mittagessen in den Schulmensen. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in allen Schulmensen umgesetzt werden. Das schult den Geschmackssinn der Kinder und wirkt den allzu oft falschen Anreizen der industriellen Nahrungsmittelproduktion mit ihrem hohem Zuckeranteil, Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern entgegen. Die ausgewogene Ernährung an Schulen federt soziale Ungleichheiten ab und fördert langfristig die Gesundheit.“

Redaktion

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