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Aufstiegsfortbildungen sollen künftig generell gefördert werden

Soll Bremen dem Beispiel Niedersachsens folgen und eine Meisterprämie im Handwerk einführen? Mit dieser Frage wird sich die Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen auf Basis eines Antrags von CDU und FDP in ihrer nächsten Sitzung am 22. August befassen.

 

Für die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sybille Böschen steht fest: „Mit ihrem Vorstoß zur Meisterprämie im Handwerk springen CDU und FDP zu kurz.” Auch die SPD-Fraktion spreche sich dafür aus, sogenannte Aufstiegsfortbildungen zu fördern, betont die Sozialdemokratin. Dies sei auch deshalb angezeigt, weil Niedersachsen diesen, wenn auch auf das Handwerk beschränkten, Schritt gegangen sei und man im Wettbewerb um Fachkräfte gegenüber dem Nachbarn nicht zurückbleiben dürfe.

 

„Um es klar zu sagen: Wir finden es richtig, das Thema anzugehen. Eine Beschränkung auf Handwerksmeister halten wir allerdings für falsch“, stellt Böschen klar. „Warum soll beispielsweise ein angehender Handwerksmeister eine zusätzliche Prämie erhalten, ein Industriemeister aber nicht? Wie steht es um Aufstiegsfortbildungen in Bereichen, in denen – im Gegenteil zum klassischen Handwerk – immer noch in erster Linie Frauen arbeiten, wie etwa in der Pflege? Es ist auch eine Frage der Gerechtigkeit, diese Fortbildungen gleichermaßen zu fördern.“

 

Die SPD-Fraktion wolle das Thema daher umfassender angehen. „Unser Ziel ist es Aufstiegsfortbildungen generell attraktiver zu machen, statt mit einer Handwerksmeister-Prämie nur eine Branchen-Gruppe herauszugreifen”, so Böschen abschließend. „Deswegen prüfen wir gegenwärtig, wie – um nur zwei Beispiele zu nennen – künftig auch angehende Fachkrankenschwestern oder Fachwirtinnen im Gesundheits- und Sozialwesen besser gefördert werden können. Auch wir wollen Aufstiegsfortbildungen fördern – aber in allen Bereichen und nicht nur im Handwerk wie CDU und FDP.“

 

Redaktion

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